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Nachhaltigkeit Indische Bahn und Air India verzichten auf Einwegplastik

Die indische Bahn und die staatliche Fluggesellschaft Air India verzichten auf Einwegplastik. Doch viele Ersatzmaterialen sind nicht unbedingt besser für die Umwelt.
02.10.2019 - 13:55 Uhr Kommentieren
Um die Leute zu einem nachhaltigeren Umgang mit Plastik zu ermutigen, gibt es nun in 4000 größeren indischen Bahnhöfen Recycling-Stationen für Plastikflaschen. Quelle: AFP
Müll auf Bahngleisen

Um die Leute zu einem nachhaltigeren Umgang mit Plastik zu ermutigen, gibt es nun in 4000 größeren indischen Bahnhöfen Recycling-Stationen für Plastikflaschen.

(Foto: AFP)

Neu-Delhi In Indien verzichten die Bahn und die staatliche Fluggesellschaft Air India auf Einwegplastik. Die beiden Neuerungen sind Teil des Plans des indischen Premierministers Narendra Modi, Einwegplastik bis 2022 ganz in seinem Land zu verbieten.

Ursprünglich erwog die indische Regierung einige Plastikgegenstände ab Mittwoch – dem 150. Jahrestages des indischen Gründervaters und Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi – ganz zu verbieten. Diese Pläne wurden dann aber nach Gesprächen der Plastikindustrie verworfen, hieß es aus dem Umweltministerium. Die Industrie hätte vor Arbeitsplatzverlusten und höheren Preisen bei Konsumgütern für Konsumenten gewarnt.

Um die Leute zu einem nachhaltigeren Umgang mit Plastik zu ermutigen, gibt es nun in 4000 größeren indischen Bahnhöfen Recycling-Stationen für Plastikflaschen, sagte ein Bahnsprecher. Außerdem sollen in Zügen Plastikgeschirr und -besteck künftig eingesammelt und recycelt werden. Läden in den Bahnhöfen dürften nicht mehr in Einwegplastik verpackte Ware verkaufen oder Plastiktüten verwenden. Täten sie trotzdem, gebe es künftig Bußen, sagte der Sprecher.

Bei Air India wird das Essen neu statt in Geschirr aus Einwegplastik in mit Wachs beschichtetem Papiertellern und -bechern serviert, wie ein Sprecher sagte. Mit Holzbesteck soll gegessen werden. „Das Papiergeschirr wird anschließend weggeworfen“, sagte der Sprecher.

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    Umweltschutzorganisationen warnen jedoch, dass viele Ersatzmaterialien für Plastik nicht unbedingt besser für die Umwelt sind. Teils hat ihre Verwendung eine schlechtere Ökobilanz als Plastik. Am besten sollte man wo immer möglich ganz auf Einwegprodukte verzichten, sagte etwa Referent Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

    Mehr: Fünf Teams aus Studenten und Jungunternehmern erforschen im Auftrag der Frankfurter Werte-Stiftung, wie die Verpackungslawine im Supermarkt zu stoppen ist.

    • dpa
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