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Navi-Hersteller TomTom leidet immer schlimmer unter Smartphones

Die Situation beim Navi-Hersteller TomTom spitzt sich immer stärker zu. Der Konzern verbuchte im zweiten Quartal einen Verlust von fast 500 Millionen Euro. Konzernchef Goddijn kündigte ein Sparprogramm an.
22.07.2011 - 16:25 Uhr Kommentieren
TomTom-Chef Harold Goddijn konnte keine erfreulichen Zahlen präsentieren. Quelle: Reuters

TomTom-Chef Harold Goddijn konnte keine erfreulichen Zahlen präsentieren.

(Foto: Reuters)

Amsterdam Moderne Smartphones mit eingebautem Navi wie das iPhone setzen den größten europäischen Navigationsgerätehersteller TomTom immer mehr unter Druck. Das niederländische Unternehmen rutschte tief in die roten Zahlen. Jetzt soll ein Sparprogramm helfen.

TomTom meldete am Freitag in Amsterdam einen Verlust von 489 Millionen Euro im zweiten Quartal. Hintergrund ist eine gigantische Abschreibung von 512 Millionen Euro, weil die Firma ihre Geschäftsaussichten deutlich düsterer beurteilt und deshalb Firmenwerte nach unten korrigieren musste. Der Umsatz von TomTom fiel um 13 Prozent auf 314 Millionen Euro, vor allem weil immer mehr Privatkunden auf ein Navi verzichten. Dagegen stieg der Umsatz mit der Autoindustrie, wie der Hersteller mitteilte.

Ohne die Abschreibung wäre TomTom knapp in der Gewinnzone geblieben mit elf Millionen Euro. Der Anbieter ist nach einer Übernahme hoch verschuldet. Der Vorstandsvorsitzende Harold Goddijn kündigte ein Sparprogramm an: „Wegen des Ausblicks auf dem Markt für persönliche Navis werden wir unsere Kosten drücken.“ Er rechne damit, dass der Markt für diese Einzelgeräte um bis zu 20 Prozent einbricht. Der Manager hielt aber am Gewinnziel von über 1,2 Milliarden Euro fest.

In modernen Handys ist eine Navi-Funktion integriert. Wer so ein Gerät hat, muss sich nicht noch extra ein Navi kaufen. Erst im Juni hatte der deutsche Navi-Hersteller Navigon seine Selbstständigkeit verloren und war vom größten US-Konkurrenten Garmin geschluckt worden.

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