Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neckermann Aufsichtsrat lehnt Sanierungsplan ab

Der drastische Stellenabbau bei Neckermann scheint unabwendbar: Der Aufsichtsrat des Versandhändlers hat den Sanierungsplan des Betriebsrats abgelehnt. Damit sind 1380 Jobs in akuter Gefahr.
Update: 04.05.2012 - 20:00 Uhr Kommentieren
Ein fertig gepackter Karton in der Zentrale von Neckermann.de in Frankfurt. Quelle: picture alliance / dpa

Ein fertig gepackter Karton in der Zentrale von Neckermann.de in Frankfurt.

(Foto: picture alliance / dpa)

FrankfurtEin von den Arbeitnehmervertretern vorgeschlagenes Konzept zur Sanierung des angeschlagenen Versandhändlers Neckermann ist gescheitert. Der Aufsichtsrat habe den Vorschlag mehrheitlich abgelehnt, sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef Thomas Schmidt am Freitag. Damit nimmt der geplante drastische Stellenabbau immer konkretere Formen an. Die Angestellten sollen nun am kommenden Dienstag (8. Mai) auf Betriebsversammlungen über die Entscheidung informiert werden.

Kernforderung der Arbeitnehmervertreter war, die Logistiksparte in Frankfurt mit rund 870 Beschäftigten nicht zu schließen, sondern für stationäre Händler zu öffnen. Außerdem wollten die ver.di-Vertreter den Handel mit Textileigenmarken erhalten. Das Sanierungskonzept der Geschäftsführung sei unrealistisch, weil es gleich in mehreren Punkten auf falschen Annahmen beruhe.

"Ich glaube, dass man insgesamt die Konzepte noch einmal korrigieren muss", sagte Wirtschaftsprüfer Günter Stolz, den ver.di mit der Überprüfung des Neckermann-Sanierungsplans beauftragt hat. Alles in allem handele es sich um ein "Schrumpfkonzept, das nicht perspektivträchtig ist", erklärte Stolz.

Es sei zum Beispiel nicht schlüssig, wieso die Geschäftsführung den Onlinehandel in zwei gute Bereiche (Technik sowie Möbel & Heimtextilien) und einen schlechten (Textilien) unterteile, wo doch auch in den guten Bereichen das Wachstum rückläufig sei, heißt es in dem Konzept. Ein eigenständiges Textilsortiment sei dagegen gut geeignet, um von den zweistelligen Wachstumsraten im Onlinehandel mit Kleidung zu profitieren.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Neckermann setzt auf Radikalumbau
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Neckermann - Aufsichtsrat lehnt Sanierungsplan ab

0 Kommentare zu "Neckermann: Aufsichtsrat lehnt Sanierungsplan ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote