Nestlé droht Klage Maggi stoppt Nudelverkauf in Teilen Indiens

Bei Stichproben haben indische Behörden in Instantnudeln der Schweizer Marke Maggi gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe entdeckt. Der Verkauf wird daraufhin gestoppt. Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Update: 03.06.2015 - 12:31 Uhr Kommentieren
Diese Maggi-Nudeln werden in Indien vorerst nicht mehr verkauft. Quelle: ap
Instantgericht

Diese Maggi-Nudeln werden in Indien vorerst nicht mehr verkauft.

(Foto: ap)

Neu DehliInstantnudeln der Schweizer Marke Maggi dürfen in mehreren Regionen Indiens nicht mehr verkauft werden, weil sie zu viel Blei und Geschmacksverstärker enthalten sollen. Mindestens zehn indische Bundesstaaten verhängten einen Verkaufsstopp oder ordneten Tests an. Die Stadtregierung von Neu Delhi kündigte rechtliche Schritte gegen den Hersteller Nestlé India an, eine Tochter des Schweizer Nestlé-Konzerns, und traf sich am Mittwoch mit Vertretern des Unternehmens.

Nestlé India betonte in einer Stellungnahme, der Verzehr der Nudeln sei sicher und das darin enthaltene Blei sei innerhalb der zulässigen Grenzen. Doch hatten Labortests nach offiziellen Angaben ergeben, dass gesetzlich vorgeschriebene Werte des giftigen Schwermetalls wie auch des Geschmacksverstärkers MSG überschritten waren. Der Verkauf der bei vielen Indern beliebten Maggi-Instantnudeln ging daraufhin zurück.

Nach Angaben der Stadtregierung von Delhi wurden 13 Maggi-Nudelproben getestet und bei zehn davon überhöhte Bleiwerte festgestellt. Der Verkauf der Maggi-Nudeln wurde in allen staatlich betriebenen Geschäften in der indischen Hauptstadt verboten.

Maggi-Nudeln sind besonders bei Schülern und Studenten beliebt. In Indien sind sie für Nestlé ein Verkaufsschlager. Jährlich brachten sie rund 15 Milliarden Rupien (etwa 213 Millionen Euro) ein.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

Wegen des Nudelproblems bereitet die indische Regierung ein neues Gesetz für Fälle vor, in denen Verbraucher essenzieller Güter und Lebensmittel durch falsche Informationen irregeführt werden. Firmen und Einzelpersonen könnten künftig strafrechtlich verfolgt werden, bei Verstößen sind bis zu lebenslange Haft angedacht, wie der indische Lebensmittelminister Ramvilas Paswan sagte.

Übermäßige Bleieinnahme kann Schäden an Nieren, Knochen und am Nervensystem verursachen.

  • ap
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