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Nestlé Ulf Schneider soll die Wachstumsflaute beenden

Der Lebensmittelriese Nestlé wächst so langsam wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das Problem: Den Schweizern fällt es schwer, sich zu höheren Preisen durchzuringen. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf dem neuen Firmenchef.
18.08.2016 Update: 18.08.2016 - 13:50 Uhr
Wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung und der geringen Inflation in vielen Teilen der Welt hat Nestlé die Preise kaum hochschrauben können. Quelle: AP
Nestlé

Wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung und der geringen Inflation in vielen Teilen der Welt hat Nestlé die Preise kaum hochschrauben können.

(Foto: AP)

Vevey Wenn der neue Nestlé-Chef Ulf Schneider in zwei Wochen seine Einarbeitungsphase beginnt, gibt es für den ehemaligen Fresenius-Lenker bereits viel zu tun. Denn der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern kämpft mit Umsatzrückgängen im zweitwichtigsten Markt China und der schwächelnden Konjunktur in Europa und Nordamerika, die Preiserhöhungen schwierig macht. „Etwas mehr Forschheit würde uns schon guttun“, sagte der scheidende Firmenchef Paul Bulcke dem „Manager Magazin“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Man muss das Unternehmen ab und zu wachrütteln, sonst wird die Organisation selbstzufrieden und satt.“

Im ersten Halbjahr steigerte der für Marken wie KitKat, Maggi und Nescafé bekannte Schweizer Konzern seinen organischen Umsatz nur um 3,5 Prozent, wie Nestlé mitteilte. Das liegt deutlich unter dem selbst gesteckten mittelfristigen Ziel von plus fünf bis sechs Prozent - das die Firma aber bereits in den vergangenen drei Jahren verfehlt hat. Der Gewinn des Nahrungsmittelriesen schrumpfte im ersten Halbjahr wegen eines Steuereffekts um 400 Millionen auf 4,1 Milliarden Franken.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte will der Konzern wieder in Fahrt kommen: Nestle habe begonnen, in einigen Schwellenländern die Preise zu erhöhen, was sich positiv auswirken werde. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im zweiten Quartal die Talsohle erreicht haben und es hier Zuwächse geben wird“, sagte Finanzchef Francois-Xavier Roger. In entwickelten Märkten, in denen Nestle mehr als die Hälfte seines Umsatzes erzielt, dürften die Preise jedoch weiterhin sinken. „In dem Gebiet erwarten wir keine Besserung“, sagte Roger. Preissteigerungen tragen neben dem Mengenwachstum einen wichtigen Teil zum Umsatzwachstum von Nestlé bei.

Um die entstandenen Einbußen auszugleichen, setzt der Konzern auf die Entwicklung neuer Produkte und den Ausbau des Gesundheitsgeschäfts. Hier hat sich Nestle bislang auf Hautpflegeprodukte und Lebensmittel für kranke oder ältere Menschen konzentriert. Diese Sparten soll nun der neuen Firmenchef Schneider vorantreiben, der sein Amt offiziell zum Jahreswechsel antritt. Sein Vorgänger Bulcke will im Frühjahr an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln.

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