Neu bei McDonald's Burgerbrater testet Pommes als All-you-can-eat

Um den rückläufigen Kundenzahlen entgegenzuwirken, experimentiert McDonald's allerorten. In den USA erprobt der Fast-Food-Riese nun ein All-you-can-eat-Konzept – zumindest für Pommes.
McDonald's möchte ein All-you-can-eat-Modell mit Fritten testen. Quelle: Bloomberg
Pommes für alle

McDonald's möchte ein All-you-can-eat-Modell mit Fritten testen.

(Foto: Bloomberg)

DüsseldorfMcDonald’s arbeitet daran, sich neu zu erfinden. Ob es nun hochwertigere Produkte sind, ein Tischservice wie in Frankfurt, das ganztägige Frühstück oder eine Digitaloffensive in den Filialen: McDonald’s sucht Konzepte gegen die schwindenden Kundenzahlen.

In St. Joseph, Missouri, soll nun ein All-you-can-eat die Kunden ins Schnellrestaurant locken. Gäste dürfen dort so viel Pommes essen, wie sie wollen und können.

Das Ganze hat allerdings zwei Haken. Vorerst kommen nur diejenigen Kunden in den grenzenlosen Pommes-Genuss, die sich an den Terminals in der Filiale selbst ihren Lieblingsburger zusammenstellen und ihn dort ordern. „Es gibt wirklich hunderte Möglichkeiten den Burger deiner Träume zusammenzustellen“, sagt Chris Habiger, Leiter der Filiale in St. Joseph, die noch in diesem Jahr eröffnen soll.

Außerdem: Die Pommes-Offensive gilt nur während der Eröffnungsphase. Im Juli soll die 600-Quadratmeter-Filiale den Betrieb aufnehmen.

Diese Fast-Food-Läden stürmen die Deutschen
31. Hans im Glück
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Hans im Glück konnte seinen Umsatz fast verdoppeln auf 86,8 Millionen Euro. Einen Dämpfer gibt der Abschied vom größten Franchisenehmer Patrick Junge, der seine eigenen Kette „Peter Pane“ aufzieht und ein Drittel des Umsatzes mitnimmt. Erfolg bringt das Konzept, edle Burger und Cocktails zu verkaufen. Denn das lockt vor allem weibliche Gäste zwischen 20 und 40 Jahren, für die Hamburger ganz selbstverständlich auf der Speisekarte stehen. Die aktuellen Wachstumspläne sind ambitioniert.

Quelle für alle Zahlen: Fachzeitschrift „Food Service“

30. L’Osteria
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L’Osteria arbeitet sich von Rang 45 auf Rang 30 vor. Bei 13 Eröffnungen wuchs der Umsatz 2015 auf 87,8 Millionen Euro – ein Plus von 57 Prozent. Pizza zieht in angenehmen Ambiente.

15. Joey’s
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Joey’s wächst als größter deutscher Lieferdienst auf 143,5 Millionen Euro. Dennoch verliert das Unternehmen seine Unabhängigkeit: Die Inhaber konnten einem Angebot der US-Kette Domino’s Pizza nicht widerstehen. Die Filialen sollen auf die neue Marke umgeflaggt werden.

11. Vapiano
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Vapiano wächst um gut 15 Millionen Euro auf 190,8 Millionen Euro. Doch Berichte über Probleme bei Zeiterfassung und Frische bremsten das Tempo. Das italienisch inspirierte Konzept arbeitet zudem daran, Schlangen zu verkleinern – etwa durch Bestell-Apps.

10. Edeka
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Dass Edeka Zentrale im Ranking auftaucht, zeigt: Auch bei Bäckern und in Supermärkten wird das Gastronomie- und Snack-Geschäft wichtiger. In die Umsatzzahl von 198 Millionen Euro sind dabei viele Angebote der Kaufleute nicht mal eingerechnet.

9. Ikea
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Ikea wächst ebenfalls bei der Gastronomie – auch dank neuer Angebote wie vegetarischer Bällchen um 13 Millionen auf 204 Millionen Euro. In der ersten City-Filiale in Hamburg-Altona ist die Gastronomie sogar so erfolgreich, dass Ikea bereits am dortigen Bahnhof wirbt. „Bei uns gibt es neben Coffee auch Tische to go“.

8. Aral
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Aral wächst mit Petit Bistro in den Filialen seiner 1137 Franchisenehmer und bringt es auf 212,1 Millionen Euro Umsatz. Der Ölkonzern sorgte für Aufsehen, weil die konzerneigenen Filialen schrittweise auf Rewe to Go umgestellt werden. Das Kölner Handelsunternehmen weitet so die Präsenz seiner Convenience-Linie deutlich aus.

Ob das Experiment fortgeführt wird und ob andere Filialen in den USA oder sogar in Deutschland das All-you-can-eat-Konzept erproben, ist bislang offen.

Fest steht: „McDonald's muss sich neu positionieren und sich vor Wettbewerbern von unten und oben schützen“, so Markus Zeller, Professor für Systemgastronomie an der Hochschule Heilbronn. In Imbissen, Bäckereien und Dönerbuden können sich die Kunden für weniger Geld als bei McDonald’s satt essen.

Und wer es lieber hochwertig mag, geht zu Gourmet-Burger-Bratern, die vor allem in Großstädten florieren. All-you-can-eat allein wird daran nicht viel ändern.

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