Neuausrichtung In Porsche Design soll wieder mehr Auto stecken

Von Brillen über Mode zur Einbauküche: Porsche Design hat in den vergangenen Jahren viel ausprobiert. Jetzt wird die Firma wieder enger an den Sportwagenhersteller gebunden – und soll sich auf die Männerwelt fokussieren.
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Die Modelle aus Titan wurden gemeinsam mit Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt. Quelle: Porsche Design
Neue Uhr von Porsche Design

Die Modelle aus Titan wurden gemeinsam mit Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt.

(Foto: Porsche Design)

DüsseldorfDie Porsche Design Group führte viele Jahre ein munteres Eigenleben. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Die Sportwagenhersteller Porsche übernimmt nun auch die restlichen 35 Prozent an der Designtochter von einer Beteiligungsgesellschaft der Familie Porsche, wie das Stuttgarter Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

„Der Zukauf drückt die strategische Relevanz der Porsche Design Group für unser Unternehmen aus“. begründet Lutz Meschke, Finanzvorstand von Porsche, den Schritt. „Wir werden die Lifestyle-Aktivitäten enger mit dem Automobilgeschäft verzahnen.“

Was er damit meint, war kürzlich auf der Uhrenmesse Baselworld zu sehen. Dort zeigte Porsche Design Uhren aus Titan, die gemeinsam mit Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt wurden. An der grundsätzlichen Strategie der Designtochter werde sich nichts ändern, versicherte Meschke. Das heißt: Porsche Design wird sich weiterhin auf Lifestyle-Produkte für Männer konzentrieren.

Dass dies gelingt, dafür soll Jan Becker sorgen. Der 46-Jährige leitete zuerst das operative Geschäft bei Porsche Design, rückte dann aber im Juli vergangenen Jahres auf den Chefposten. Denn sein Vorgänger Christian Kurtzke, der von der Porzellanmanufaktur Meissen gekommen war, trat nach gut einem Jahr wieder ab.

Die Highlights der Uhrenmesse
Rolex
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Es sind oft Kleinigkeiten, die ein neues Modell von Rolex von seinen Vorgängern unterscheidet. Seinen 50. Geburtstag feiert das Modell Oyster Perpetual Sea-Dweller. Das Jubiläumsmodell hat ein um drei Millimeter auf 43 Millimeter vergrößertes Edelstahlgehäuse und zur besseren Ablesbarkeit des Datums die Zykloplupe über dem Datum geschenkt bekommen.

Konstantin Chaykin
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Der russische Uhrmacher Konstantin Chaykin braucht nur wenig, um aus einer technisch konventionellen Uhr einen echten Hingucker zu machen. „The Joker“ heißt das Modell – angelehnt an die böse Figur aus den Batman-Comics. Die handelsübliche Mondphasenanzeige fungiert dank weniger Veränderungen des Rahmen als Mund samt roter Zunge. Die schielenden Augen sind die Darstellung der Stunde und Minuten. Je nach Uhrzeit und Stand des Mondes, verändert sich das Gesicht der Uhr im wahrsten Sinne des Wortes. Die zwei Kronen hat die Uhr aus einem simplen Grund: Sie sollen die Ohren darstellen. 7000 Euro soll die spielerische Variante kosten.

TAG Heuer
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Von außen klassisches Uhrmacherhandwerk, innen Elektronik statt Mechanik. TAG Heuer setzt in Basel unter anderem auf die Smartwatch Connected Modular 45. Der Kunde kann die Bauteile des Gehäuses individuell auswählen. Der Clou der Uhr: In einigen Jahren, wenn die elektronische Technik von heute nur noch alt ist, kann der Besitzer sich ein mechanisches Uhrwerk einbauen lassen.

Patek Philippe
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Die Genfer Manufaktur Patek zeigt in Basel unter anderem das Modell 5960/1. Hinter der Zahlenkombi verbirgt sich eine Uhr, die Wochentag, Monat und Tag anzeigt. Darüber hinaus ist mit dem Chronograph eine Stoppuhr enthalten. Diese wiederum springt zurück, wenn man sie auf Null stellt – das sogenannte Flyback, eine mechanische Komplikation. Der kleine Zeiger oben mit + und - zeigt an, wie viel Gangreserve das Automatikwerk noch hat.

MCT Watches
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Digitale Anzeige ja, Quarzantrieb nein: Das Modell Dodekal von MCT Watches zeigt die Stunde – hier die 12 – mittels eines Mechanismus an, der die weißen Striche austauscht. Die Minutenanzeige läuft hingegen konventionell im Kreis.

Tudor
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Tudor, das ist Rolex' kleine Schwester – und das verhehlt sie auch nicht. Dieser Black Heritage Chronograph mit Armband in Jeansoptik ist für die Marke dennoch ein besonderer Schritt: Im Inneren tickt erstmals ein Chronographenuhrwerk aus der eigenen Manufaktur.

MB&F
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Das Ufo ist ein Podest für einen Stift. Das klingt wirr und wie bei vielen Projekten des Uhrenunternehmens MB&F, die mechanische Skulpturen fertigen, ist es das auch. Das Unternehmen Caran d'Ache, bekannt für seine Stifte, hat die Uhrmacher mit diesem Projekt beauftragt. Die Rakete, die auf der Basis steht, ist das Schreibutensil.

Zuvor hatte das Unternehmen, das 1972 von Ferdinand Alexander Porsche, dem legendären Designer der Sportwagenikone 911, privat gegründet wurde, viel ausprobiert. Es begann mit der berühmten tropfenförmigen Porsche-Brille und entwickelte sich später zeitweise zu einem Sammelsurium an Produkten von der Bohrmaschine bis zur Einbauküche. Kurtzkes Vorgänger Jürgen Geßler räumte dann kräftig im Sortiment auf, setzte sich aber hohe Umsatzziele und wollte stärker in der Modebranche mitmischen.

Er machte schließlich Kurtzke Platz, dessen Posten inzwischen Jan Becker übernommen hat. Der darf sich über einen neuen Titel freuen: Statt Sprecher der Geschäftsführung ist er nun zum Vorsitzenden der Geschäftsführung aufgestiegen. Er muss nun die Ausrichtung des Unternehmens auf Lifestyle-Produkte für Männer und die engere Zusammenarbeit mit den Ingenieuren des Sportwagenbauers vorantreiben.

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