Neue EU-Verordnung Päckchen ins Ausland sollen billiger werden

Online shoppen bei ausländischen Händlern? Eine neue EU-Verordnung soll die Preise im internationalen Paketgeschäft drücken – ohne Zwang.
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Eine neue EU-Verordnung verpflichtet Versandhändler zur Offenlegung ihrer Preise für Auslandssendungen. Quelle: dpa
Pakete

Eine neue EU-Verordnung verpflichtet Versandhändler zur Offenlegung ihrer Preise für Auslandssendungen.

(Foto: dpa)

StraßburgPäckchen in andere Länder zu schicken und Waren bei Online-Händlern im Ausland zu bestellen, könnte künftig günstiger werden. Das Europäische Parlament segnete am Dienstag in Straßburg eine neue EU-Verordnung ab, die für mehr Transparenz auf dem Paketmarkt sorgen soll – und damit auch die Preise drücken dürfte.

Mit der Verordnung werden Paketdienstleister in den EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ihre Preise für Auslandssendungen weitgehend offenzulegen. Auf einer neuen Webseite sollen Verbraucher aus einer Übersicht den günstigsten Anbieter auswählen können. Der verstärkte Wettbewerb soll schwarze Schafe dazu bringen, überhöhte Preise zu senken.

Bislang kostet es laut der EU-Kommission durchschnittlich drei- bis fünfmal mehr, Pakete ins Ausland zu schicken, als sie innerhalb eines Landes zustellen zu lassen. Die neuen Regeln treten voraussichtlich im Mai in Kraft.

Das sind Deutschlands größte Online-Shops
Platz 15: docmorris.de
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Die Versandapotheke DocMorris hat ihren Sitz zwar in den Niederlanden, liefert aber vor allem nach Deutschland. Im Ranking belegt sie mit 317,1 Millionen Euro Umsatz Platz 15.

(Quelle: EHI Retail Institute/Statista)

Platz 14: saturn.de
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Der Elektronikriese Saturn hat 2016 338,4 Millionen Euro mit seinem Internetversand umgesetzt. Im Vergleich zu 2015 konnte Saturn den Umsatz seines Webshops verdoppeln. Im EHI-Ranking reicht das immerhin für Platz 14.

Platz 13: apple.com/de
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Apple gilt als wertvollstes Unternehmen der Welt. In Deutschland muss es sich gemessen am Umsatz des eigenen Onlineshops (344,5 Millionen Euro) aber mit Platz 13 begnügen.

Platz 12: baur.de
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Der zur Otto Group gehörende Onlineshop baur.de setzte 2016 352 Millionen Euro um. Kerngeschäft sind Mode, Einrichtungsartikel und Lifestyle.

Platz 11: hm.com/de
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Das schwedische Modeunternehmen H&M belegt mit seinem Webshop im Ranking Platz 11. Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit 372,9 Millionen Euro umgesetzt.

Platz 10: alternate.de
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Alternate vertreibt in seinem Onlineshop beispielsweise PC-Zubehör, Software und Fernseher. 2016 hat Alternate damit 432,3 Millionen Euro Umsatz gemacht.

Platz 9: tchibo.de
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Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo verkauft seine Artikel auch im Internet erfolgreich. Mit 450 Millionen Euro Umsatz landet Tchibo auf dem neunten Platz. Der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Die EU erhofft sich von ihnen auch eine Belebung des Online-Handels. Einer Studie der EU-Kommission zufolge scheuen bisher viele Menschen den Kauf im Internet – aus Sorge vor zu hohen Lieferkosten. Mehr als zwei Drittel der dafür befragten Kunden, die eigentlich etwas online bestellen wollten, sich dann aber dagegen entschieden, taten das laut den Studienautoren wegen der zu hohen Kosten für die Lieferung.

Gerrit Heinemann, Handelsexperte der Hochschule Niederrhein, bezeichnete die neuen Regeln eine Unterstützungsmaßnahme für das Shopping im Internet. „Der aus Kundensicht sowieso transparentere und günstigere Onlinehandel wird dadurch noch einmal einen Aufschwung erleben, weil er noch einmal günstiger wird“, sagte Heinemann. Die letzte Grauzone der Intransparenz des Handels im Internet verschwinde.

Neben der verbesserten Transparenz sieht die Verordnung vor, dass nationale Aufsichtsbehörden mehr Kompetenzen bekommen, um den Paketmarkt zu überwachen. Paketdienstleister müssen ihnen mehr Informationen zur Verfügung stellen. Ausgenommen von den Auflagen sind Anbieter mit weniger als 50 Mitarbeitern.

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  • dpa
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