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Neue Gepäckrichtlinien Millionen-Strafen für Ryanair und Wizz Air in Italien

Die beiden Billigflieger hatten ein Handgepäck-Preismodell trotz Aufforderung der Kartellbehörde nicht gestoppt. Jetzt müssen sie Millionen-Strafen zahlen.
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Eine Boeing 737 der irischen Billig-Airline beim Landevorgang auf dem Flughafen Rom-Ciampino. Quelle: Reuters
Ryanair

Eine Boeing 737 der irischen Billig-Airline beim Landevorgang auf dem Flughafen Rom-Ciampino.

(Foto: Reuters)

RomDas italienische Kartellamt hat die Billigflieger Ryanair und Wizz Air wegen neuer Gepäckrichtlinien mit Strafen belegt. Die irische Fluggesellschaft Ryanair müsse drei Millionen Euro bezahlen, während sich die Strafzahlung für die ungarische Gesellschaft Wizz Air auf eine Million Euro belaufe, teilte die Behörde am Donnerstagabend mit.

Die Billigflieger waren einer Aufforderung der Wettbewerbsbehörde im vergangenen Jahr nicht nachgekommen, ein neues Preismodell für Handgepäck zu stoppen. Die Fluggesellschaften hätten 60 Tage Zeit, ihre Gepäckrichtlinien zu ändern.

Reisende können seit November im Standardtarif nur noch eine kleine Tasche mit an Bord nehmen, wenn sie nicht mehr bezahlen wollen. Bislang war auch ein Rollkoffer mit bestimmten Maßen und Gewicht kostenlos, wenn er am Gate in den Frachtraum eingecheckt wurde. Nur gegen einen Aufpreis dürfen nun zwei Gepäckstücke in die Kabine mitgenommen werden.

Die italienischen Wettbewerbshüter sehen Handgepäck aber als „wesentlichen Bestandteil“ des Luftverkehrs und in dem neuen Preismodell eine unzulässige Geschäftspraxis. Müsse der Reisende für Handgepäck extra zahlen, verzerre das nicht nur den realen Preis für die Flugreise, sondern führe den Verbraucher auch in die Irre.

Auch deutsche Verbraucherschützer vom Bundesverband VZBV hatten in der Vergangenheit die „verzerrte Preisauskunft“ kritisiert. Die deutschen Kartellwächter aber überprüfen die neuen Gepäckregeln von Ryanair nicht. Dazu fehle es – anders als in anderen EU-Ländern – an entsprechenden Zuständigkeiten und Eingriffsrechten im Verbraucherschutz, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes.

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  • dpa
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