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Neue Metro-Strategie Olaf Koch will wieder Spaß haben

Metro vor dem Neustart: Olaf Koch verpasst dem Konzern eine neue Strategie. Das Geld aus dem Kaufhof-Deal soll in Start-ups gesteckt werden – um im knallharten Wettbewerb mit der Internet-Konkurrenz zu bestehen.
14.12.2015 - 21:45 Uhr
Der Manager hat den Handelskonzern neu aufgestellt. Quelle: dpa
Metro-Chef Olaf Koch

Der Manager hat den Handelskonzern neu aufgestellt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach zwei Jahren stagnierender Gewinne und einem vereitelten Börsengang der Russland-Tochter sieht Metro-Chef Olaf Koch wieder bessere Zeiten auf den größten Handelskonzern Deutschlands zukommen. In Kürze beginnt sein fünftes Jahr an der Konzernspitze, und Koch freut sich darauf, die Früchte der Initiativen, die er angestoßen hat, zu ernten: dem Verkauf der Kaufhauskette Galeria Kaufhof, aber auch von Investitionen in Start-ups und einem Vorstoß in den E-Commerce. Daneben schaut sich Koch nach Zukäufen um.

„Jetzt fängt der Spaß an“, sagte der 45-Jährige, der früher Manager bei Daimler war, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die letzten zwei Jahre waren alles andere als ein Vergnügen. Nach Jahren der Anpassung befinden wir uns jetzt in einer starken und gesunden Verfassung.“

Investoren erhalten am Dienstag einen Eindruck davon, wie weit der Vorstandschef gekommen ist, wenn Metro die Umsätze im Weihnachtsgeschäft vorlegt. Nachdem internationale Sanktionen im vergangenen Jahr einen Börsengang des russischen Cash & Carry-Geschäftsverhinderten, fielen die jüngsten Neuigkeiten wieder besser aus. Das Unternehmen signalisierte robuste Geschäfte vor den Feiertagen. Eine überraschende Dividendenerhöhung am 25. November trug zu einem Kursgewinn von 5,6 Prozent seit Jahresbeginn bei.

Nach Jahren, in denen zu wenig investiert wurde, ist Metro in einer Aufholjagd – in einem Markt, der sich durch den Siegeszug des Online-Handels gewandelt hat. Koch nutzt die 1,75 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Galeria Kaufhof, um die Schulden zu verringern, in E-Commerce zu investieren und die 2000 Läden von Metro attraktiver zu gestalten.

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    Auch Übernahmen sind Teil von Kochs Plan. Anfang kommenden Jahres will Metro eine konzernweite Initiative ausrufen, um Start-ups auszumachen, in die der Konzern investieren kann, um Kunden wie Restaurants, Hotelbetreibern und unabhängigen Lebensmittelhändlern näher zu kommen. „So wie der Einzelhandel früher funktionierte, kontrollierten wir die Daten- und Informationskette“, sagte Koch. „Heute steht ist es genau anders herum“, weil Verbraucher nun auf ihren Smartphones Produkte recherchieren und Preise vergleichen könnten.

    „In dieser Branche hat es sehr lange an der Modernisierung gehapert“, sagte Richard Clarke, Analyst bei Sanford C. Bernstein. „Sie tun gut daran, so schnell zu modernisieren, wie sie können, um ihren Wettbewerbern voraus zu sein.“

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