Neue Nacht- und Expresslinien MeinFernbus nimmt 55 weitere Städte in Netz auf

Mit neuen Nacht- und Expresslinien rollt der Anbieter MeinFernbus ins „Jahr der Entscheidung“. Mit Blick auf die Konkurrenz will MeinFernbus mit mehr Linien und Städten seine Marktführerschaft behaupten.
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Mit 17 weiteren Linien baut MeinFernbus sein Angebot stark aus. Quelle: dpa

Mit 17 weiteren Linien baut MeinFernbus sein Angebot stark aus.

(Foto: dpa)

Berlin In den nächsten Wochen bis Ende April nimmt MeinFernbus 17 neue Linien in Betrieb und steuert damit 55 weitere Städte an, wie die Geschäftsführer Torben Greve und Panya Putsathit in Berlin der Nachrichtenagentur AFP sagten. Reisende können dann in 178 Städten an insgesamt 188 Haltestellen in die grünen Busse von MeinFernbus ein- oder aussteigen.

Von dem Netzausbau profitierten vor allem kleine und mittelgroße Städte sowie touristische Regionen, erklärten die Geschäftsführer und Gründer von MeinFernbus.de. „Berlin-Hamburg kann eigentlich jeder“, sagte Greve, weshalb sich das Unternehmen von Anfang an sehr stark auf die Fläche konzentriert habe. So fahre MeinFernbus ab April zum Beispiel von Hamburg über den Harz nach Thüringen und weiter nach Ober- und Mittelfranken bis nach München. „Ganz viele kleinere Städte bekommen damit wieder eine Anbindung.“

Durch das Gesamtnetz mit insgesamt 57 Linien biete MeinFernbus immer mehr Streckenkombinationen, die Metropolen mit Mittelzentren, Kleinstädten und beliebten Urlaubsregionen wie dem thüringischen Zella-Mehlis oder Rügen verbinden, betonten Greve und Putsathit. „Wir kommen unserer Vision 'von überall nach überall' ein Stück näher“, sagte Greve.

Alle wollen nach Hamburg und Berlin
ADAC Postbus
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Platz 10: Frankfurt/Main – Stuttgart

120 Fahrten gehen jede Woche von Frankfurt am Main nach Stuttgart – oder umgekehrt – mit dem Fernbus. In einem Ranking der Suchmaschine „FahrtenFuchs“ für Fernlinienbusse reicht das trotzdem nur für den 10. Platz. In den Fahrten pro 1000 Einwohner legt Frankfurt dafür kräftig nach: Pro Woche sind es rund 1,5 Abfahren. Das sind im Ranking die zweitmeisten. Ein Ticket von Frankfurt nach Stuttgart kostet bei den Buslinien „ADAC Postbus“, „Eurolines“ und „MeinFernbus“ etwa 9 Euro.

Kölner Dom
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Platz 9: Frankfurt/Main – Köln

Der 9. Platz geht die Verbindung Frankfurt –Köln. 121 Mal in der Woche fahren die Fernbusse „ADAC Postbus“, „City2City“, „FlixBus“ und „Sprint Bus“ den Weg bis in die Domstadt und zurück. Um die sieben Euro kostet ein Ticket.

Oktoberfest 2013
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Platz 8: München – Stuttgart

Die Münchener schätzen nicht nur das Feiern. Sie reisen auch gerne mit dem Fernbus nach Stuttgart und die Stuttgarter offenbar gern in den bayrische Landeshauptstadt. 123 Busse fahren jede Woche diese Strecke. Im Ranking schaffen sie es damit auf Platz 8. Ein Ticket für diese Verbindung kostet etwa acht Euro.

Banken
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Platz 7: München – Frankfurt/Main

Eine andere beliebte Fernbusstrecke ist München – Frankfurt. 134 Fahrten absolvieren die Fernbusse jede Woche. Das Ticket ist allerding etwas teurer: 14 Euro kostet das billigste.

Fernbus
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Platz 6: Berlin – Hannover

Von Berlin bis nach Hannover oder Hannover nach Berlin geht es unter anderem mit den Fernbussen „MeinFernbus“, „FlixBus“ und „Berlin Linien Bus“. 166 Mal fahren die Busse diese Strecken pro Woche. Ein Ticket kostet um die elf Euro.

Frauenkirche vor Alpenpanorama in München
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Platz 5: München – Nürnberg

Die Strecke München – Nürnberg wird von den Fernbussen 174 Mal pro Woche gefahren. Das reicht für Platz 5. Das billigste Ticket kostet nur fünf Euro. Bei den Abfahrten pro 1000 Einwohner liegt München allerdings nicht so weit vorne. Das sind pro Woche nämlich nur schlappe 0,6 auf 1000 Einwohner.

Fernbusse in Hannover
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Platz 4: Stuttgart – Karlsruhe

189 Mal pro Woche fahren Fernbusse wie „FlixBus“ (Foto), „ADAC Postbus“ und „Wayo Express“ von Stuttgart bis nach Karlsruhe und von Karlsruhe nach Stuttgart. Das Ticket gibt es für rund fünf Euro. Damit ist es mit das billigste im gesamten Ranking. Karlsruhe holt dabei auch Platz 1 bei den meisten Abfahrten: 2,2 Abfahrten sind es pro Woche und Einwohner.

Gleichzeitig baut MeinFernbus seine Nacht- und Expresslinien aus. Wer Zeit sparen wolle, könne auf vier Fernlinien „im Schlaf reisen“, betont Putsathit. Die zum Oktoberfest 2013 angebotene Nachtlinie Berlin-München sei sehr gut angekommen, weshalb jetzt Nachtstrecken von München nach Kiel, von Freiburg nach Berlin und von Dresden nach Köln in Betrieb genommen würden. Tagsüber können eilige Kunden künftig vier Expresslinien nutzen, die nur wenig Zwischenstopps einlegen: Hamburg-München, München-Zürich, Berlin-Wuppertal-Köln/Bonn sowie Berlin-Dortmund-Essen-Düsseldorf.

Im Zuge seiner größten Netzerweiterung seit der Gründung im Jahr 2011 nimmt das Unternehmen 72 neue Busse in Betrieb, womit dann 223 grüne Fernbusse auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich auf 190.

„Dieses Jahr ist das Jahr der Entscheidung“, sagte Panya Putsathit mit Blick auf die starke Konkurrenz der ADAC-Postbusse und der Bahn-Tochter BerlinLinienBus. MeinFernbus wolle aber seine Marktführerschaft behaupten und dafür sorgen, „dass das sympathischste Fernbusangebot in Deutschland grün, fair und mittelständisch bleibt“, betonten die Geschäftsführer. Die Konkurrenz sei entweder teilstaatlich oder habe – wie Flixbus – gewichtige Anteilseigner wie Daimler im Rücken.

Nach Angaben des IGES-Instituts hat MeinFernbus gemessen an Fahrplankilometern derzeit einen Marktanteil von 35,5 Prozent. Das Fernbusangebot der Deutschen Bahn macht einen Anteil von 18,2 Prozent aus. Auf Rang drei liegt Flixbus mit 17,7 Prozent, gefolgt vom ADAC-Postbus mit einem Marktanteil von 12,9 Prozent.

Der deutsche Fernbusmarkt war zum 1. Januar 2013 liberalisiert worden. Seitdem dürfen private Anbieter im gesamten Bundesgebiet Linienverbindungen zwischen Städten anbieten. Zuvor durften Fernbusse nur auf Strecken eingesetzt werden, auf denen sie der Bahn keine Konkurrenz machten.

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