Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neue Selbstverpflichtung regelt nur Entschädigung bei Bahn-Schuld Bahn zeigt sich bei Nichtverschulden weiter kulant

Bahnchef Mehdorn gibt sich seinen Kunden gegenüber großzügig. Neben den neuen Entschädigungen nur bei Bahn-verschuldeter Verspätung werde das Unternehmen auch künftig Kulanz zeigen.

HB BERLIN. Bahnchef Hartmut Mehdorn ist der Kritik an den neuen Entschädigungs-Leistungen, die von Oktober an gelten, entgegen getreten. «Neben der rechtsverbindlichen Zusage auf Entschädigung bei eigenem Verschulden werden wir zusätzlich auch in Zukunft gegenüber unseren Kunden kulant bleiben», sagte Mehdorn dem Nachrichtenmagazin «Focus».

Dies betreffe auch «Verspätungen, die wir wegen Außenwirkungen nicht zu verantworten haben». Derartige Fälle könne und wolle die Bahn «nicht in jedem Einzelfall kontrollieren», so der Bahn-Vorstandschef. In einer Selbstverpflichtung hatte die Bahn festgelegt, vom 1. Oktober an jedem Kunden, dessen Fernverkehrszug eine Stunde Verspätung hat, eine Entschädigung in Höhe von einem Fünftel des Ticketpreises zu zahlen – allerdings nicht bei höherer Gewalt.

Damit bleiben etwa Verspätungen aufgrund von Selbstmorden oder Sturmschäden an der Strecke von der Selbstverpflichtung ausgenommen. Bislang teilt die Bahn im Rahmen einer Kulanzregelung Reisegutscheine über zehn Euro bei einer Verspätung von mehr als 30 Minuten und über 25 Euro bei mehr als 90 Minuten Verspätung an die Kunden aus. Pro Bahn hatte bemängelt, die neuen Entschädigungen fielen hinter die alte Kulanzregelung zurück.

Mehdorn sagte dem «Focus» zudem, die Bahn habe sich das Ziel gesetzt, im Sommer eine Pünktlichkeit von «deutlich über 90 Prozent» zu erreichen. «Unser Endziel sind 95 Prozent», so der Konzernchef. Mehr sei «in solch einem hochkomplexen vertakteten System nicht zu schaffen».

Startseite
Serviceangebote