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Neue Verhandlungen Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und UFO geht in nächste Runde

Die Lufthansa will Streiks rund um Weihnachten vermeiden. Dazu ist der Konzern für weitere Gespräche mit der Gewerkschaft UFO am Wochenende bereit.
20.12.2019 Update: 20.12.2019 - 17:06 Uhr Kommentieren
Ufo hat einen weiteren Arbeitskampf angekündigt, falls die Gespräche scheitern sollten. Quelle: dpa
Flugbegleiter

Ufo hat einen weiteren Arbeitskampf angekündigt, falls die Gespräche scheitern sollten.

(Foto: dpa)

Berlin Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO wollen mit weiteren Verhandlungen am Wochenende Streiks rund um Weihnachten vermeiden. Am Sonntag werde es Gespräche mit den zwei Schlichtern geben, bestätigten beide Seiten am Freitag. Allerdings zeichnete sich erneut ab, dass es nicht leicht wird, das Ziel einer umfassenden Schlichtung zu erreichen.

Denn die Lufthansa warf der Gewerkschaft vor, bestimmte Vorbedingungen zu stellen, was UFO umgehend zurückwies. „Das ist schwierig“, heißt es in einer internen Mitteilung der Lufthansa an ihre Beschäftigten, die Reuters vorlag. Die Airline plädiere vielmehr dafür, strittige Punkte mit UFO-Funktionären in einem „parallel laufenden, gerichtlichen Güteverfahren zu klären“.

UFO hatte einen weiteren Arbeitskampf angekündigt, falls die aktuellen Gespräche scheitern sollten. „Auf jeden Fall haben wir am Sonntag Klarheit und werden noch Sonntagabend über die Ergebnisse informieren“, heißt es in einer Information an die Gewerkschaftsmitglieder.

Die Konfliktparteien hatten sich am Mittwoch in Frankfurt mit den Schlichtern beraten, aber keinen Durchbruch erreicht. Es sollte ausgelotet werden, ob es zu einer „kleinen Schlichtung“ ausschließlich über die Tarifthemen der Kernmarke Lufthansa komme oder zu einer „großen Schlichtung“, in der es noch um grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit von Unternehmen und Gewerkschaft gehen würde. Schlichter sind der ehemalige SPD-Chef Matthias Platzeck für die Gewerkschaft und Frank-Jürgen Weise, der frühere Chef der Arbeitsagentur, für die Lufthansa.

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    UFO und Lufthansa hatten sich einen heftigen Streit über die Tariffähigkeit der Gewerkschaft geliefert - auch vor Gericht. Teil des Streits ist Nicoley Baublies, der früher UFO-Chef war und aktuell als „Beauftragter“ des UFO-Vorstands tätig. In der Lufthansa-Mitteilung an die Beschäftigten hieß es, die UFO knüpfe den Eintritt in eine große Schlichtung „unter anderem an eine Vorab-Regelung für die UFO selbst sowie an persönliche, finanzielle und rechtliche Belange ihres Vorstandsbeauftragen“.

    Die UFO wies dies als falsch zurück und warf der Lufthansa ihrerseits vor, ein „Platzen der Schlichtung so hinzustellen, als wären es unlautere Vorabbedingungen der UFO, die dafür verantwortlich sind“.

    Mehr: Der Ex-Arbeitsagenturchef und der SPD-Politiker sind erfahrene Verhandlungsführer. Nun stehen die beiden vor ihrer bislang schwersten Schlichtung.

    • rtr
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