Neue Werke in Osteuropa Amazon plant Logistikzentren

Das Online-Versandhaus Amazon setzt offenbar verstärkt auf Osteuropa. Laut Medienberichten sind fünf Logistikzentren in Polen und Tschechien geplant. Deutsche Angestellte könnten von der Verlagerung betroffen sein.
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Die Mitarbeiter der Versandabteilung des Amazon-Logistikzentrums in Pforzheim sind womöglich von den Plänen der Geschäftsführung betroffen. Quelle: dpa

Die Mitarbeiter der Versandabteilung des Amazon-Logistikzentrums in Pforzheim sind womöglich von den Plänen der Geschäftsführung betroffen.

(Foto: dpa)

WarschauAmazon will einem Pressebericht zufolge fünf Logistikzentren in Polen und Tschechien eröffnen und einen Teil seiner Deutschland-Aktivitäten dorthin verlagern. Die polnische Tageszeitung „Puls Biznesu” berichtete am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, Amazon wolle im Westen Polens drei Logistikzentren errichten: zwei in der Nähe von Breslau und eines in Posen. Eine Vertreterin der Behörde für regionale Entwicklung in Breslau bestätigte gegenüber der Zeitung, es liefen Gespräche mit Amazon.

In den drei polnischen Logistikzentren sollen dem Bericht zufolge rund 6000 Menschen arbeiten. Das erste Zentrum solle im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen. Die Zentren sollen jeweils eine Größe von rund 100.000 Quadratmetern haben und 50 bis 60 Millionen Euro kosten.

Der Zeitung zufolge plant Amazon zwei ähnliche Zentren in Tschechien. Die tschechische Zeitung „Hospodarske Noviny” hatte im Sommer berichtet, dass in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Prag ein Logistikzentrum von 25.000 Quadratmetern Fläche geplant sei. Polnischen und tschechischen Presseberichten zufolge will der US-Internetriese einen Teil seiner aktuellen Deutschland-Aktivitäten in die Nachbarländer verlagern.

Amazon beschäftigt in Deutschland 9000 der weltweit mehr als 88.000 Mitarbeiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kämpft seit Monaten für einen Tarifvertrag bei dem US-Konzern und rief die Beschäftigten immer wieder zu Warnstreiks auf. Verdi fordert von Amazon eine Bezahlung, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entspricht. Das Amazon-Management lehnt eine solche Tarifbindung bisher ab. Das US-Unternehmen orientiert sich an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche.

  • afp
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8 Kommentare zu "Neue Werke in Osteuropa: Amazon plant Logistikzentren"

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  • Amazon zahlt zwischen 20.- bis 25.- Euro pro Zeitarbeiter an die Zeiarbeitsfirmen zuzüglich Übernachtung,Verpflegung und kostenlosem Bustransfer zur Arbeit und zurück!
    Wo ist das bitte günstig?
    Zeitarbeiter kosten eine Firma pro Stunde immer mehr als ein Festangestellter Arbeitnehmer.Das für den Arbeitnehmer weniger davon bleibt als einem fest Angestelltem ist zwar traurig aber auch da bewegt sich ja etwas.

  • Ich würde das jetzt nicht auf Verdi schieben, Heuschrecken wandern halt wenn sie merken, dass der Widerstand zu groß ist und die Kosten explodieren könnten.

  • Hier kann man Amazon durchaus verstehen.
    Da wird aus Mitteln des öffentlichen Rundfunks mit Hilfe von hr / ARD ein tendenziöser Fiction Thriller "Ausgeliefert Leiharbeiter bei Amazon" über die angeblich schlechten Arbeitsbedingungen bei Amazon gedreht, obwohl man die Arbeiter in normalen Hotels nach deutschen Standard unterbringt,kostenloses Essen stellt und die Arbeiter mit kostenlosen Bussen noch zur Arbeitstelle hin und zurück bringt.
    Aber das ist eben nach Verdi Meinung noch nicht genug bei über 9.- Euro Stundenlohn für Pakete packen.Übrigens zahlte Amazon an die Zeitarbeitsfirmen zwischen 19-25.- Euro je Stunde!Billig war das von Anfang an nicht.Aber es schaffte Umsätze in der Region bei allen beteiligten Firmen(Hotels,Gastronomie,Zeitarbeitsfirmen,Busunternehmen,LOgistikdienstleistern wie DHL usw.)
    Und wenn dann noch unsere Politiker diese Aussagen im Film ohne Überprüfung wiedergeben, ohne nis heute aucth nur 1x den Spielort des Films "Seepark Kirchheim" bei Bad Hersfeld zu unersuchen, dann muß man sich nicht wundern wenn so etwas dabei herauskommt.Volle Breitseite mit Hilfe der Verdi gegen Amazon ohne echte Anhaltspunkte.
    Aber stimmt es war ja bereits Wahlkampf in Hessen und die SPD auf Stimmenfang.

    Logisch sieht sich jeder multinationale Konzern dann um, ob er die Arbeit dann nicht doch auslagern kann.So eben nach Polen.

    Danke hessischer Rundfunk, danke Frau Löbl und Herr Onneken.

    Achja soeben haben die Macher des Films "Ausgeliefert, Leiharbeiter bei AMAZON" noch 2 Filmpreise für den verursachten Stellenabbau in Deutschland abgeräumt.
    Ein 3. Preis steht demnöchst an...Super gemacht!

  • Ja, so leicht verscherzt man sich den guten Ruf bei der Internetcommunity. Aber sicher haben Amazons treue mitarbeiter gute ideen, wie man die Verluste durch die vielen dann in Deutschland übrigbleibenden Amazonumweltverschandelungen (hallen) der Staatskasse zur last legt. Und dann ist und bleibt Amazon total toll, denn sie hatten ja Arbeitsplätze geschaffen.

  • Verdi hat erst schlecker kaputt gemacht, und versucht sich bei amazon - komischerweise nicht bei Zalando, obwohl die wesentlich weniger zahlen, und jede Menge Subventionen erhalten haben ! Die "armen" Schlecker-frauen vrdienten angeblich sooo wenig - nur fanden die anschließend für den Lohn keine Jobs ! Danke, Bsirske !

  • was ist ein menschenunwürdiger Lohn?
    was machen wir dann mit den ganzen frisuerbetrieben ... alle raus???

  • wer wie Verdi fordert, dass Mitarbeiter eines LOGISTIKzentrums EINZELHANDELslöhne bekommt, hat nen Knall. Wo hat ein Logistikzentrum was mit Einzelhandel zu tun?
    Da braucht sich die Gewerkschaft nicht wundern, wenn Amazon sagt "leckt uns" . Ich kann da Amazon gut verstehen.

  • Wer menschenunwürdige Löhne zahlt mußDeutschland verlassen, Amazonen hat verstanden.

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