Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neues Geschäftsmodell Ikea will schon bald Möbel verleihen und verleasen

Der Möbelhändler beginnt in einigen Wochen einen neuen Versuch, um sein Wachstum anzukurbeln. Wirklich revolutionär ist der Ansatz jedoch nicht.
Kommentieren
Die schwedische Möbelkette startet einen weiteren Versuch, ihr Geschäftsmodell zu erneuern. Quelle: dpa
Ikea-Filiale

Die schwedische Möbelkette startet einen weiteren Versuch, ihr Geschäftsmodell zu erneuern.

(Foto: dpa)

Hamburg Die schwedische Möbelkette Ikea startet einen weiteren Versuch, ihr Geschäftsmodell zu erneuern. Möglichst noch bis Ende März soll in der Schweiz ein Projekt beginnen, Möbel zu vermieten oder ein Leasing anzubieten. Die Details dazu sind allerdings noch unklar.

„Wir werden mit Partnern zusammenarbeiten, sodass man tatsächlich Möbel leasen kann“, zitiert die „Financial Times“ den Chef von Inter Ikea Holding, Torbjorn Loof. „Wenn der Leasing-Zeitraum zu Ende ist, gibt man sie zurück und kann etwas anderes leasen.“ Statt die Produkte wegzuwerfen, restauriere Ikea die Möbel etwas und könne sie verkaufen, um so den Lebenszyklus zu verlängern.

Während die britische Zeitung berichtet, der Versuch könne noch im Februar beginnen, war ein Schweizer Ikea-Sprecher zurückhaltender. Der Start stehe nicht unmittelbar bevor, sagte er dem Handelsblatt. Angestrebt sei jedoch ein Beginn im ersten Quartal 2019, also bis Ende März.

Ein erstes Feld könnten Büromöbel sein, die heute schon häufig von spezialisierten Anbietern zur Miete angeboten werden. Loof nannte auch Küchen als ein weiteres Beispiel. Durch solche neuen Modelle könnten Kunden öfter Teile der Kücheneinrichtung, wie Fronten, ersetzen. Zudem sei es eine Ergänzung zu den üblichen Raten-Verträgen. Loof kündigte an, Ziel sei, mehrere ausbaufähiges Miet- oder Abo-Modelle zu entwickeln.

Ganz neu ist der Ansatz der Schweden nicht: Der Online-Händler Otto.de bietet bereits seit gut zwei Jahren ein ähnliches Mietmodell an. Ursprünglich ging es vor allem um Elektro- und Sportgeräte. Inzwischen sind auch Möbel wie Sofas und Tische im Sortiment.

Allerdings ist das Angebot eher schmal. Die Preisgestaltung zeigt, dass sich für Kunden die Miete vor allem dann lohnt, wenn ein Produkt nur kurz benötigt wird – etwa für eine nur einige Monate angemietete Zweitwohnung.

Denn nach 24-monatiger Mietdauer hat ein Kunde häufig annähernd den Originalpreis gezahlt, muss den Artikel jedoch trotzdem zurückgeben. Ein anderes Nutzungsszenario wäre: Fitnessgeräte oder Elektroartikel kann ein Kunde auf diese Weise mit geringem Risiko ausprobieren.

Ikea-Manager Loof will mit den neuen Angeboten zugleich die Öko-Bilanz seines Unternehmens verbessern: Ikea könne Teile von zurückgenommenen Möbel wiederverwerten, verspricht er.

Die schwedische Möbelkette ist seit langem auf der Suche nach neuen Konzepten, um wieder deutlich zu wachsen. Ende vergangenen Jahres haben die Schweden angekündigt, in den kommenden drei Jahren 30 neue innerstädtische Häuser in Großstädten weltweit zu eröffnen. Diese kleineren Häuser sollen die traditionellen Großflächen ergänzen.

Zudem soll der Online-Handel gestärkt werden. 11.500 neue Arbeitsplätze sollen so entstehen, allerdings auch 7.500 von 160.000 Stellen wegfallen – vor allem in der Verwaltung.

Auch mit der Rücknahme von Möbeln hat Ikea hatte experimentiert: Zwischenzeitlich gab es ein lebenslanges Umtauschrecht, das allerdings rasch wieder zurückgenommen wurde.

Startseite

Mehr zu: Neues Geschäftsmodell - Ikea will schon bald Möbel verleihen und verleasen

0 Kommentare zu "Neues Geschäftsmodell: Ikea will schon bald Möbel verleihen und verleasen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote