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Neuntes Jahr in Folge Gastgewerbe befürchtet 2019 nur noch halbiertes Wachstum

Hotels, Restaurants und andere Unternehmen der Branche haben 2018 erneut ihren Umsatz gesteigert. Doch die Ertragslage vieler Betriebe ist angespannt.
Update: 18.02.2019 - 10:57 Uhr Kommentieren
Beherbergungsunternehmen profitierten davon, dass Deutschland als Reiseland immer attraktiver wird. Quelle: dpa
Hotelzimmer

Beherbergungsunternehmen profitierten davon, dass Deutschland als Reiseland immer attraktiver wird.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem neunten Wachstumsjahr in Folge blickt das deutsche Gastgewerbe deutlich skeptischer auf 2019. Hotels, Restaurants und andere Betriebe der Branche zählten 2018 rund 3,2 Prozent mehr in ihren Kassen als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Für das laufende Jahr peilt der Präsident des Branchenverbands Dehoga, Guido Zöllick, mit nominal 1,5 Prozent aber nicht einmal mehr ein halb so starkes Plus an: „Gute Zahlen sind kein Selbstläufer.“ Der zunehmende Fachkräftemangel und bürokratische Belastungen seien ein „Hemmschuh und Gefahr für das Wachstum“, betonte Zöllick und forderte Abhilfe von der Politik.

Bereinigt um steigende Preise blieb dem Gastgewerbe 2018 ein Plus von einem Prozent. In diesem Jahr dürfte der reale Umsatz laut Dehoga wohl nur stagnieren. Für Impulse sorgten zuletzt vor allem die solide gesamtwirtschaftliche Lage mit steigender Beschäftigung und höheren Löhnen. „Beflügelt wurde die Reise- und Ausgehlust der Menschen durch die gute Konjunktur und das schöne Sommerwetter“, sagte Zöllick.

Zudem punkteten Hotels und Restaurants auch mit einem „im internationalen Vergleich sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis“. Der Dehoga-Chef betonte aber: „Die Ertragssituation bleibt durchweiter steigende Betriebs- und Personalkosten angespannt.“ Zöllick forderte deshalb erneut ein flexibleres Arbeitszeitgesetz, gleiche Steuern für Essen sowie „faire Wettbewerbsbedingungen mit Blick auf die Angebote der sogenannten Sharing Economy wie Airbnb oder Eatwith“.
Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsunternehmen nahmen im vorigen Jahr 3,7 Prozent mehr ein. Sie profitierten davon, dass Deutschland als Reiseland attraktiver ist denn je. Die Zahl der Übernachtungen kletterte 2018 auf den Rekord von rund 477 Millionen. Bei den Gastronomen fiel das Umsatzplus mit 2,9 Prozent etwas geringer aus.

Caterer und andere Dienstleister für die Verpflegung kamen auf drei Prozent Wachstum. Dank steigender Nachfrage stellten die Betriebe mehr ein. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie lag im September 2018 mit fast 1,1 Millionen zwei Prozent über dem Vorjahresmonat und damit auch auf Rekordniveau.

  • rtr
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