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Neustart Luftfahrt: Verbände fordern Stufenplan für Lockerungen

Verbandsvertreter warnen, dass Deutschland bei der Erholung des Luftverkehrs hinter den Rest Europas zurückfallen könnte. Jeder fünfte Job sei in Gefahr.
31.05.2021 - 16:58 Uhr Kommentieren
In Urlaubsländern wie Spanien erholt sich der Luftverkehr aktuell schneller als in Deutschland. Quelle: dpa
Fluggäste warten auf ihren Flug nach Mallorca

In Urlaubsländern wie Spanien erholt sich der Luftverkehr aktuell schneller als in Deutschland.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Mahnung von Siegfried Russwurm ist deutlich: „Der Flickenteppich von Ansätzen behindert das Wiederanlaufen der Wirtschaft“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mehrerer Verbände: Es werde ein transparenter und einheitlicher Ansatz für einen Stufenplan zum Aufheben der Beschränkungen gebraucht, so Russwurm.

Es kommt selten vor, dass der BDI, der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zusammen vor die Presse treten. Doch in der Pandemie gibt es ein großes gemeinsames Interesse: den Neustart des Luftverkehrs in Deutschland.

„Wir haben 15 Monate Pandemie hinter uns, in denen der Luftverkehr bis auf wenige Ausnahmen im Dauerlockdown war“, sagte BDL-Präsident Peter Gerber. Seitdem seien vier Prozent der Arbeitsplätze in der Luftfahrtbranche abgebaut worden, jeder fünfte Job sei in Gefahr. Zwar spüre man langsam eine Erholung, die falle aber geringer aus als in anderen europäischen Ländern.

„In klassischen Urlaubsländern wie in Spanien, Griechenland, Italien oder auch der Türkei stehen für August wieder 80 bis 100 Prozent von 2019 in den Flugplänen“, so Gerber. Für Deutschland sähen die Prognosen dagegen im August lediglich 63 Prozent des Vorkrisenniveaus. Erleichterungen nur innerhalb der EU würden zudem nicht ausreichen. „Wir brauchen eine Lösung für Nicht-EU-Staaten“, sagte Gerber mit Blick etwa auf Reiseerleichterungen für vollständig Geimpfte und Genesene.

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    Die braucht laut BDI-Präsident Russwurm auch die deutsche Wirtschaft. Für den Export würden Experten in diesem Jahr eine erfreuliche Erholung vorhersagen. Der Zuwachs werde 2021 wohl 8,5 Prozent betragen. „Wir brauchen den Erhalt der Zulieferketten, dazu gehört auch der Luftverkehr“, so Russwurm.

    Krise nutzen, um Klimaschutz voranzutreiben

    Eine perspektivische Einstellung von Kurzstreckenflügen, wie sie jüngst von den Grünen ins Spiel gebracht wurde, führt nach Ansicht der Vertreter der drei Verbände nicht weiter. „Die Energiewende am Himmel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Reiner Winkler, der Vizepräsident des BDLI: „Was wir brauchen ist ein klares Bekenntnis zum klimaneutralen Fliegen über alle Parteien hinweg.“

    Die Branche werde die Krise nutzen, um das Thema Klimaschutz weiter voranzutreiben. Doch das gehe nicht ohne Unterstützung der Politik. Winkler nannte zwei Themen, die dabei eine zentrale Rolle spielen. Zum einen müsse ein Technologie-Demonstrator finanziert werden, der dabei helfe, Wasserstoff für die Luftfahrt einsatzfähig zu machen.

    Zum anderen müsste ein Gesamtsystem für nachhaltige Kraftstoffe im Luftverkehr entwickelt und aufgebaut werden. Gelingt das, steht für BDI-Präsident Russwurm fest: „Das klimaneutrale Flugzeug wird aus Europa und Deutschland kommen.“

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