Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Niedrigpreise für Lebensmittel Bauern appellieren an Verbraucher

Angesichts stark gesunkener Weltmarktpreise sind die Einkommen vieler Landwirte drastisch eingebrochen. Der Bauernverband wirbt nun auch um die Solidarität der Kunden. In zahlreichen Städten gab es Aktionen.
Der Deutsche Bauernverband protestiert mit einem bundesweiten Aktionstag gegen Schleuderpreise für Lebensmittel. Quelle: dpa
Aktionstag der Bauern

Der Deutsche Bauernverband protestiert mit einem bundesweiten Aktionstag gegen Schleuderpreise für Lebensmittel.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutschen Landwirte appellieren an Verbraucher und Supermärkte, den Trend zu Niedrigpreisen für Lebensmittel zu stoppen. „Derzeit kommt beim Bauern immer weniger an, so dass zahlreiche Betriebe um ihre Existenz bangen müssen“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied zu einem bundesweiten Aktionstag am Mittwoch in Berlin. Ein höherer Anteil am Ladenpreis etwa für Milch sei nötig.

Dafür könnten Molkereien gemeinsam ein stärkeres Gegengewicht bilden, um mit großen Handelsketten auf Augenhöhe über Preise zu verhandeln. Angesichts stark gesunkener Weltmarktpreise auch für Schweinefleisch und Getreide sind die Einkommen vieler Höfe drastisch eingebrochen.

In zahlreichen Städten gab es Aktionen. In Dresden fuhren Landwirte mit Traktoren durch die Innenstadt. Auch in Schwerin und Stralsund demonstrierten Bauern für höhere Erzeugerpreise. „Wir wollen nicht jammern, sondern den Menschen erklären, was von dem Geld, das sie bezahlen, für uns Bauern übrig bleibt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Bauernpräsident Rainer Tietböhl. In Mainz verschenkten Landwirte Milch, Eier und Äpfel an Passanten. Rukwied appellierte an die Solidarität der Verbraucher, verstärkt heimische Produkte zu kaufen.

Neue Giganten für den Acker
Mähdrescher CR 10.90 der Firma New Holland
1 von 11

Der Mähdrescher hält im Guinness Buch der Rekorde den Weltrekord für die „größte in acht Stunden geerntete Menge Weizen“ – 797 Tonnen. Der etwa 700.000 Euro teure und 653 PS starke Mähdrescher hat beim Rekord 80,2 Hektar Felder geerntet.

Mehr zur Agritechnica 2015.

(Foto: dpa)
Trecker von Deutz Fahr
2 von 11

Der Traktor fährt in der Klasse der Maschinen über 200 PS. Insgesamt gibt es drei Traktoren, die mit 7,8 Liter-Motoren der Deutz AG ausgestatten sind. Die brillantschwarze „Warrior-Edition“ ist ein limitiertes Sondermodell.

(Foto: dpa)
Fendt Grip Assistant
3 von 11

Mit dem neuen Assistenzsystem von Fendt werden Traktorfahrer bei der Wahl der richtigen Ballastierung und bei der Einstellung des korrekten Reifendruckes gezielt unterstützt.

(Foto: Agritechnica)
TEC AutoLearn
4 von 11

Der weltweit erste selbstlernende Traktor von John Deere. Das System erkennt sich wiederholende Bedienvorgänge. Nach dreimaliger Wiederholung wird die letzte Sequenz als automatischer Ablauf vorgeschlagen und kann per Knopfdruck in den Speicher übernommen werden.

(Foto: Agritechnica)
Intelligenter Allradantrieb von John Deere
5 von 11

Das Allrad-Managementsystem verbessert die Effizienz des Traktors, indem es den Allradantrieb abhängig vom Lastzustand automatisch zu- oder abschaltet.

(Foto: )
Pronto 6 DC von Horsch
6 von 11

Eine kompakte Universaldrillmaschine, die durch ihr geringes Eigengewicht mit großem Tankvolumen auf maximale Leistung und Säqualität ausgelegt ist.

(Foto: Agritechnica)
Leeb PT 330 von Horsch
7 von 11

Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze mit innovativer Gestängeführung erhielt schon vor zwei Jahren auf der Agritechnica eine Silbermedaille.

(Foto: Agritechnica)

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) nannte das Anliegen der Bauern berechtigt: „Unsere qualitativ hochwertigen Lebensmittel dürfen nicht zu Billigpreisen verschleudert werden.“ Nötig sei ein Qualitätswettbewerb und kein Preiswettbewerb an der Ladentheke.

Auch die Lebensmittelwirtschaft spürt Preisdruck und sieht die Ursachen im derzeit großen globalen Angebot. „Die Ertragslage ist empfindlich angespannt“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Christoph Minhoff, der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies etwa auf steigende Produktionskosten, internationale Konkurrenz und vor allem harten Preiskampf im stark konzentrierten Einzelhandel. Der Handel wies die Vorwürfe zurück.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Niedrigpreise für Lebensmittel - Bauern appellieren an Verbraucher