Nike Adidas-Rivale enttäuscht die Anleger

Nike hat im abgelaufenen Quartal mehr Umsatz und Gewinn erzielt – und zwar deutlich. Trotzdem sackt die Aktie nachbörslich ab. Dafür sind außer hohen Erwartungen auch Währungseffekte verantwortlich.
Update: 23.03.2016 - 08:27 Uhr
Der weltgrößte Sportartikelhersteller meldet robustes Wachstum für das dritte Quartal. Quelle: AFP
Turnschuhe von Nike

Der weltgrößte Sportartikelhersteller meldet robustes Wachstum für das dritte Quartal.

(Foto: AFP)

BeavertonDer starke Dollar verhagelt dem weltgrößten Sportausrüster Nike das Geschäft. Der Adidas -Rivale steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal zwar um knapp acht Prozent auf rund acht Milliarden Dollar, verfehlte damit aber die Erwartungen. Wegen des Währungs-Effekts musste der US-Konzern in Schwellenländern bei den Erlösen mit Sportschuhen, Kleidung und Ausrüstung sogar einen Rückgang hinnehmen. Zudem enttäuschte Nike mit seiner Umsatz-Prognose für das im Juni beginnende Geschäftsjahr. Die Aktie verlor nachbörslich rund sechs Prozent.

Experten hatten im Schnitt knapp 200 Millionen Dollar mehr Umsatz vorausgesagt, als Nike am Ende des Quartals tatsächlich in den Büchern hatte. Das lag auch daran, dass mit jedem paar Schuhe, dass in Schwellenländern wie etwa Brasilien oder Vietnam verkauft wurde, wegen des starken Dollars am Ende weniger Geld als im Vorjahr in der Konzernkasse blieb. So sanken die Erlöse in diesen Ländern im dritten Geschäftsquartal um acht Prozent auf 879 Millionen Dollar, unter Herausrechnung des Währungseffekts hätte es hingegen ein Plus von elf Prozent gegeben. Auf seinem wichtigsten Markt Nordamerika konnte Nike indes ebenso kräftig zulegen wie in China, das bei dem Konzern nicht unter die Schwellenländer fällt.

„Die Erwartungen an Nikes Ergebnisse waren sehr hoch“, sagte der Branchenanalyst Brian Yarbrough. Damit dürfte nach der Verfehlung der Prognosen aber jetzt erst einmal Schluss sein, fügte er hinzu.

Auch das Plus beim Auftragseingang für Nordamerika für die kommenden Monate war weniger stark als gedacht, was auf eine Verlangsamung des Wachstums auf Nikes größtem Markt hindeutet. Das in Aussicht gestellte Umsatzwachstum im „hohen einstelligen Prozentbereich“ für das Gesamtjahr 2016/2017 blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Für die Analysten war es damit am Ende nicht mehr maßgeblich, dass Nike im Quartal seinen Gewinn im Quartal um 20 Prozent auf 950 Millionen Dollar und damit deutlicher als vorhergesagt steigern konnte.

Zeigt her eure Schuhe!
Nicht der Dom, nicht Mekka, kein iPhone
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Die Expo XXLHalle in Köln war am Wochenende Ziel einer Pilgerschar von Turnschuh-Fans, die aus der ganzen Republik angereist waren. Schlange stehen für Schuhe? Mitnichten. Denn Sneaker, so heißt es in der Szene, sind ja nicht einfach nur Schuhe. Sneaker sind ein Lebensgefühl. Zum Teil waren die Besucher schon vier Stunden vor Einlass vor Ort.

Sneakerness - Europas größtes Turnschuhfestival
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Schon zum sechsten Mal fand die Sneakermesse in Köln statt, die auf einer Ausstellungsfläche von 4000 Quadratmetern Neuheiten und Raritäten zeigt, die gerade extrem angesagt sind. Zugegeben: Wir haben von der Materie nicht wirklich Ahnung, uns aber trotzdem für Sie in das Gewusel gewagt und ein paar spannende Schnappschüsse der angesagten Turnschuhperlen gemacht, die teilweise nur in ganz kleinen Stückzahlen produziert werden. Achten Sie doch einfach mal auf die winzigen Preiszettelchen ... Asphaltgold trifft es schon ziemlich gut.

Der Turnschuh als Kunstwerk
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Zu sehen waren Schuhe, die man eigentlich gut auch ins Regal stellen könnte.

Einzigartig
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Zu schade auf jeden Fall, um sie auf der Straße dreckig zu machen. Auf der Messe wurden sogar Modelle nach Wunsch direkt bemalt. Einzigartiger geht es nicht.

Mach dir deinen eigenen Style
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Vielleicht am ehesten noch an diesem Stand, wo man sich die einzelnen Elemente des Schuhs selber aussuchen und personalisieren kann. Auf der Messe konfiguriert, kommt er dann in wenigen Wochen per Post nach Hause.

Raritäten und Einzelstücke
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Ungläubig schaute so mancher Turnschuh-Fan auf den Preis einiger Exemplare - 300-400 Euro waren keine Seltenheit!

Schuhe, wie Sand am Meer
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Am Ende hat die Sneakerness über 7000 Besucher an- und ihnen natürlich auch ein bisschen Geld aus der Tasche gezogen. Darunter waren etliche Schuh-Fetischisten, die das ganze Jahr über jeden Tag ein andres Paar Schuhe anziehen können. Was für einen Schuhschrank man da wohl zu Hause braucht?

Adidas hatte Anfang März mitgeteilt, 2016 bei Umsatz und Gewinn jeweils um zehn bis zwölf Prozent zulegen zu wollen.

  • rtr
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