Nivea, Tesa, Labello Russland und Brasilien treiben Beiersdorf zum Rekord

Gute Geschäfte in Osteuropa und Amerika haben Beiersdorf im ersten Halbjahr beflügelt. Der Gewinn lag mit 508 Millionen Euro so hoch wie noch nie. Jetzt will Konzernchef Heidenreich das Wachstum weiter beschleunigen.
Update: 05.08.2015 - 08:50 Uhr Kommentieren

Beim Nivea-Hersteller läuft's wie geschmiert

DüsseldorfDer Kosmetikhersteller Beiersdorf hat dank guter Verkäufe seiner Kosmetika in Amerika und Osteuropa im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn erzielt. Das Betriebsergebnis sei um 12,4 Prozent auf 508 Millionen Euro gestiegen, teilte der Hamburger Dax-Konzern am Mittwoch mit. Der Umsatz sei um 7,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gewachsen, organisch um 1,4 Prozent. „Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer weiteren Beschleunigung des Wachstums“, erklärte Vorstandschef Stefan Heidenreich und bekräftigte die Ziele für das Gesamtjahr. Vorbörslich legte die Beiersdorf-Aktie 1,8 Prozent zu.

Nach einem verhaltenen Jahresstart der Kosmetiksparte mit Marken wie Nivea, Eucerin und La Prairie, die in der Region Afrika/Asien/Australien vor allem wegen des schwachen China-Geschäfts eingebüßt hatte, gab sich Heidenreich nun zuversichtlicher. "Beiersdorf hat in den letzten Monaten kontinuierlich seine Schlagkraft gesteigert", erklärte der Manager. In Europa habe sich der Umsatz trotz schwieriger Marktbedingungen stabilisiert: in Westeuropa sei er zwar um 1,4 Prozent gesunken, in Osteuropa sei aber ein Plus von 6,4 Prozent erreicht worden.

Starke Zuwachsraten seien insbesondere in Russland erzielt worden. Deutlich legte Beiersdorf auch in Nord- und Südamerika zu, vor allem in Brasilien kamen die Produkte der Hamburger gut an. Und auch in der Region Afrika/Asien/Australien erzielte Beiersdorf ein Umsatzplus von 0,6 Prozent, das China-Geschäft habe sich stabilisiert. Die Klebstofftochter Tesa konnte ihren Umsatz um 7,7 Prozent steigern und das Betriebsergebnis um 16,1 Prozent steigern.

Heidenreich bekräftigte die Ziele für das Gesamtjahr, wonach der Hersteller von Marken wie Nivea, Tesa, Labello oder Hansaplast eine Umsatzsteigerung zwischen drei und fünf Prozent erwartet. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll 2015 leicht über der des Vorjahres von 13,7 Prozent liegen. Im Halbjahr betrug sie 14,9 Prozent.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

  • rtr
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