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Nürnberg und Zweibrücken Weitere Regionalflughäfen in der Krise

Nach Lübeck und Kassel-Calden geraten jetzt zwei weitere Regionalflughäfen ins Schlingern: Der Nürnberger Airport braucht eine kräftige Finanzspritze, der Betreiber in Zweibrücken ist insolvent.
24.07.2014 Update: 24.07.2014 - 17:24 Uhr 1 Kommentar
Der mit 115 Millionen Euro verschuldete Flughafen Nürnberg bekommt frisches Geld aus öffentlichen Kassen. Quelle: dpa

Der mit 115 Millionen Euro verschuldete Flughafen Nürnberg bekommt frisches Geld aus öffentlichen Kassen.

(Foto: dpa)

Nürnberg Der hoch verschuldete Nürnberger Flughafen soll mit einem Millionenzuschuss aus den öffentlichen Kassen zukunftsfähig gemacht werden. Die beiden Gesellschafter Stadt und Freistaat planten eine Finanzspritze von jeweils 20 Millionen Euro, verlautete am Donnerstag aus Nürnberger Rathauskreisen. Einen entsprechenden Beschluss habe der Stadtrat am Mittwochabend gefasst. Zudem soll die Flughafen GmbH künftig in den Genuss günstiger Kommunaldarlehen kommen.

Der Flughafen stöhnte 2013 als Folge millionenschwerer Investitionen und jahrelanger Verluste unter einem Schuldenberg von rund 115 Millionen Euro. Air Berlin hat sein Flugangebot ab Nürnberg stark ausgedünnt. Der Regionalflughafen im rheinland-pfälzischen Zweibrücken meldete inzwischen Insolvenz an.

Über die Entschuldung des Nürnberger Flughafens verhandeln die Flughafen-Gesellschafter schon seit Monaten. Beide hatten zuletzt Übereinstimmung darüber erzielt, dass der Flughafen nur dann eine Zukunft hat, wenn seine Schuldenlast verringert wird. Die hohe Zinslast zehrt seit Jahren die operativen Gewinne des Regional-Airports auf. So hätte der Flughafen im Jahr 2013 ohne Zinsen und Abschreibungen einen operativen Gewinn von 17,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Unter dem Strich aber hatte er 3,9 Millionen Euro Verlust gemacht.

Für den verschuldeten Flughafen Zweibrücken ist am Donnerstag erwartungsgemäß der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt worden. „Nachdem gestern Nachmittag seitens der EU Kommission einer geordneten Abwicklung nicht zugestimmt wurde, war der heutige Weg zum Insolvenzgericht unausweichlich“, hieß es in einer Mitteilung der Flughafen Zweibrücken GmbH. Der Antrag wurde beim Amtsgericht der Stadt gestellt. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch nicht dem Wunsch des Landes entsprochen, dem Airport eine Finanzspritze geben zu dürfen. Damit hätte er etwas länger durchhalten können.

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    Im April hatte bereits der Flughafen Lübeck Insolvenz angemeldet. Der Flughafen Kassel-Calden kämpft seit seiner Eröffnung gegen Millionenverluste und geringe Passagierzahlen.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Nürnberg und Zweibrücken: Weitere Regionalflughäfen in der Krise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was ist das schon im Verhältnis zum BER ? Der wird so in etwa bei 8 Milliarden liegen und solch gute Leute wie Wowereit sind auch noch im Vorstand ...... und sogar wiedergewählt nachdem er hingeschmissen hat.Fanden die keinen der besser war oder sind die dort nur hirnlos tätig ?

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