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Nur noch Neueröffnungen Spanier investieren im Ausland

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In Spanien werde es einstweilen nur noch Neueröffnungen von neuen Marken wie Uterqüe geben, oder wenn sich ein sehr attraktiver Standort etwa in einem neuen Einkaufszentrum ergebe, hatte Isla schon bei der Vorstellung der Jahresergebnisse vor zwei Monaten erklärt.

Erfolgreich sind in der Krise nur die spanischen Unternehmen, die über starke Standbeine im Ausland verfügen. Zwar ist das Wirtschaftswachstum in Spanien weniger stark geschrumpft als im europäischen Durchschnitt, doch leidet das Land unter einer Arbeitslosenrate von mehr als 18 Prozent, doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Zudem haben sich Familien und Unternehmen im Wirtschafts- und Immobilienboom stark verschuldet.

Diese Faktoren führen dazu, dass der Konsumrückgang hauptsächlich für das negative Wachstum verantwortlich ist. „Der negative Beitrag der Binnennachfrage zum Sozialprodukt stieg im ersten Quartal von minus drei auf minus 5,3 Punkte“, meldete das Nationale Statistikinstitut INE. „So schlechte Verkäufe wie auf dem spanischen Markt sieht man in Europa derzeit sonst nur in Irland oder Island“, heißt es bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat, die großenteils vom Export lebt.

Während die Versorger wie Telefonica oder die Energieunternehmen sowie auch die Großbanken Santander und BBVA die schlechten Zahlen in Spanien vor allem mit ihrem Engagement in Lateinamerika ausgleichen, leben Unternehmen wie Inditex, der zweite große Textileinzelhändler Mango oder große Mittelständler wie Freixenet vor allem vom nichtspanischen europäischen Markt und zunehmend von den Wachstumsmärkten Asiens.

Doch beginnen die Unternehmen auch Kostenvorteile durch die Wirtschaftskrise zu sehen. So will Inditex in diesem Jahr 75 Mio. Euro einsparen, zum großen Teil durch die Neuverhandlung von Mietverträgen oder durch sinkende Preise für ausgelagerte Dienstleistungen wie etwa das Reinigungspersonal. Die Gruppe hatte es im ersten Quartal geschafft, ihre Kosten nur um neun Prozent zu steigern, weniger als das Wachstum der Verkaufsfläche. Das Sparziel von 75 Mio. Euro sei „ehrgeizig“, aber man sei zuversichtlich es erreichen zu können“, sagte Isla.

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