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Ölraffinerie-Kauf Delta tankt bald hausgemachtes Kerosin

Kerosinzuschlag reicht nicht: Statt ein neues Flugzeug zu kaufen, blättert die US-Fluglinie Delta viele Millionen für eine eigene Ölraffinerie hin. Für den Rest des Kaufpreises kommt ein alter Bekannter auf.
30.04.2012 Update: 01.05.2012 - 01:33 Uhr 1 Kommentar
Delta Airlines kauft sich eine eigene Ölraffinerie. Quelle: dapd

Delta Airlines kauft sich eine eigene Ölraffinerie.

(Foto: dapd)

Atlanta Um den enormen Durst ihrer Flugzeuge zu stillen, kauft sich die US-Gesellschaft Delta Air Lines ihre eigene Ölraffinerie. Delta zahlt für die Anlage in einem Vorort der Großstadt Philadelphia 150 Millionen Dollar (114 Mio Euro).

„Mit dieser maßvollen Investition, die dem Kaufpreis eines größeren Flugzeugs entspricht, kann Delta seine Spritkosten um jährlich 300 Millionen Dollar senken“, erklärte Konzernchef Richard Anderson am Montag.

Die Fluggesellschaften leiden genauso wie die Autofahrer unter den hohen Ölpreisen. Im vergangenen Jahr hat Delta - die Nummer zwei der Branche - unterm Strich gut 9,7 Milliarden Dollar für Kerosin aufwenden müssen und damit 28 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. „Die Übernahme der Raffinerie in Trainer ist ein neuartiger Ansatz, unseren größten Kostenblock zu bewältigen“, sagte Anderson.

Bislang gehörte das Areal dem US-Ölmulti ConocoPhillips. Der Staat greift der Fluggesellschaft allerdings mit 30 Millionen Dollar unter die Arme - denn ohne die Übernahme wäre die Raffinerie geschlossen worden. Zusätzlich zum Kaufpreis investiert Delta nun noch 100 Millionen Dollar, um die Anlage so weit wie möglich auf die Produktion des benötigten Kerosins umzustellen.

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    Das Geschäft soll nach Angaben von Delta in der ersten Jahreshälfte unter Dach und Fach gebracht werden, die Produktion des eigenen Treibstoffs werde wahrscheinlich im dritten Quartal 2012 beginnen. 80 Prozent des Sprits, den die Delta-Jets in den Vereinigten Staaten verbrauchen, soll künftig aus der eigenen Raffinerie kommen.

    Delta ließ verlauten, das Rohöl werde von BP angeliefert werden. Die Raffinerie leiten soll nach Informationen des „Wall Street Journal“ Jeffery Warmann. Er hat 25 Jahre Branchenerfahrung im Rücken und zuvor eine Raffinerie von Murphy Oil restrukturiert.

    • dpa
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