Österreichs Post Mehr Gewinn dank Paketboom

Weil immer mehr Menschen Waren im Internet bestellen, boomt das Geschäften mit Paketen. Davon profitiert auch die Österreichische Post. Bei Briefen und der Werbepost läuft es allerdings nicht so gut.
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Konsumenten meiden immer öfter in den Weg in die Stadt und bestellen stattdessen im Internet. Das freut die Paketdienste. Quelle: dapd
Online-Handel boomt

Konsumenten meiden immer öfter in den Weg in die Stadt und bestellen stattdessen im Internet. Das freut die Paketdienste.

(Foto: dapd)

WienDie Österreichische Post hat im vergangenen Jahr von einem boomenden Paketgeschäft profitiert. Weil immer mehr Menschen Waren im Internet bestellen und von der Post liefern lassen, konnte das Unternehmen damit die Rückgänge bei Briefen und Werbepost ausgleichen. Die Erlöse lagen 2014 in etwa auf dem Vorjahresniveau von 2,4 Milliarden Euro, wie die mehrheitlich in Staatsbesitz stehende Post am Mittwoch mitteilte.

Der operative Gewinn (Ebit) stieg nach vorläufigen Zahlen um sechs Prozent auf 197 Millionen Euro. Dabei profitierte die Post von einem positiven Sondereffekt durch den Verkauf ihrer ehemaligen Firmenzentrale an der Wiener Ringstraße. Dem standen jedoch Abschreibungen in Deutschland und Osteuropa gegenüber. Der Nettogewinn stieg um knapp ein Fünftel auf 147 Millionen Euro.

Hilfe, mein Paket ist weg! Was tun?
Online-Shopping-Boom
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Bequemes Online-Shoppen: Für die Deutschen inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Doch der boomende E-Commerce hat auch Nebenwirkungen! Inzwischen kauft jeder zweite Internetnutzer online ein. Jeder neunte Euro wurde 2015 im Netz ausgegeben. Lag der Umsatz mit E-Commerce 1999 noch bei 1,25 Milliarden Euro, kommen wir im Jahr 2016, so Handelsexperten, auf 62,45 Milliarden Euro – für 2017 werden 73 Milliarden Euro erwartet.


Die Schattenseiten des Online-Handels
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Die Deutschen klicken und bestellen...Plus 120 Prozent beträgt das Wachstum des Paketvolumens seit 1995. Experten rechnen bis 2025 nochmal mit einer Verdopplung auf dann 6 Milliarden transportierte Pakete alleine in Deutschland! Da ist es kein Wunder, dass die ein oder andere Sendung auf dem Weg verloren geht...

Bestellte Ware zurückschicken
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Dazu kommen die Pakete im Rückwärtsgang: Schätzungen darüber, wie viele Rücksendungen es in Deutschland pro Jahr insgesamt gibt, variieren. Eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes des Versandhandels kommt auf 144 Millionen. Forscher der Universität Bamberg gehen von fast 290 Millionen aus.

Blöd für die Händler
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Laut einer Studie des Beratungsinstituts ibi Research der Universität Regensburg kalkulieren 40 Prozent der Kunden die Rücksendung sogar gleich beim Kauf mit ein. Der Service geht für die Händler gehörig ins Geld. Im Schnitt kostet sie eine Retoure 20 Euro pro Sendung. Zudem ist jeder zehnte Rückläufer nicht mehr verkäuflich, weil die Ware beschädigt, verschmutzt oder inzwischen veraltet ist, was besonders Saisonware wie Kleidung oder Garten- und Outdoorartikel betrifft.

Teure Rücksende-Mentalität
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Und so verbringt Mancher übers Jahr gesehen wohl mehr Zeit am Postschalter als in Umkleidekabinen von herkömmlichen Geschäften. Die Retourenforscher der Universität Bamberg haben Folgendes ausgerechnet: Reiht man die fast 290 Millionen Retourenpakete eines Jahres aneinander, würden sie fast dreimal die Erde umrunden. Die Rücksendungen verursachen so viel Klimagift wie 1.400 Autofahrten von Hamburg nach Moskau. Pro Tag.

Missbrauch...
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Jede fünfte Retoure bewerteten die von den Forschern befragten Onlinehändler als „missbräuchlich“, ein Begriff, der in diesem Zusammenhang jedoch missverständlich ist. Denn: Aus juristischer Sicht gibt es beim Widerrufsrecht gar keinen Missbrauch, da der Verbraucher laut Gesetz zwei Wochen nach Erhalt der Bestellung Zeit hat, die Ware ohne Angabe von Gründen an den Händler zurückzuschicken. Genau das tun viele Kunden mit Vorsatz, weil es so einfach und meist kostenlos ist.

Vorfreude aufs Paket
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Doch was, wenn das im Netz bestellte Paket nicht ankommt? Was ist, wenn es unterwegs verloren geht? Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet.

Weitere Details sowie endgültige Zahlen will die Post am 12. März veröffentlichen.

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