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Online-Händler Zalando engagiert David Schröder und Jim Freeman als neue Vorstände

Die Online-Modeplattform Zalando erweitert ihr Führungsgremium. Neu dabei sind ein ehemaliger Amazon-Manager und ein Mitarbeiter der ersten Stunde.
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Zieht in den Vorstand von Zalando ein. Quelle: Zalando
David Schröder

Zieht in den Vorstand von Zalando ein.

(Foto: Zalando)

Berlin Wenn ein Unternehmen, ein junges und modernes zumal, dieser Tage seinen Vorstand um gleich zwei Köpfe erweitert, dürfte einer davon einer Frau gehören. Möchte man meinen.

Nicht so bei Zalando. Die Mode-Plattform, deren Kernzielgruppe zu 75 Prozent weiblich ist, holt Jim Freeman, 47, und David Schröder, 36, in den Vorstand. Damit ist das Gremium künftig fünfköpfig besetzt – und zu 100 Prozent männlich.

Das Thema Diversity sei bei Zalando sehr wichtig, versucht Co-CEO und Gründer David Schneider zu erklären. „Wir haben viele Initiativen, um weibliche Führungskräfte zu fördern“, sagt der 36-Jährige und ergänzt: „Wir haben auch starke Frauen im Management, aber nicht für die Rollen, die wir gesucht haben.“ Schneider ist bei Zalando für Mode und Markenpartner zuständig.
Jim Freeman wird künftig die Tech-Themen verantworten. Bevor er 2016 erstmals zu Zalando kam, hat er lange in leitender Funktion bei Amazon gearbeitet, unter anderem für den Bereich Prime Video.

Von 2017 bis 2018 arbeitete er wieder für den US-Konzern, zuständig für die Sprachassistentin Alexa. Die Personalie ist ein Gewinn für den Tech-Konzern, für den Amazon zugleich Konkurrent und Vorbild ist. Freeman übernimmt den Bereich von Co-CEO und Gründer Robert Gentz, 35, der sich künftig auf Marketing, Vertrieb und Personalthemen konzentriert.

Er wird den Vorstand von Zalando als Chief Technology Officer ergänzen. Quelle: Zalando
Jim Freeman

Er wird den Vorstand von Zalando als Chief Technology Officer ergänzen.

(Foto: Zalando)

David Schröder stieg 2010 bei Zalando ein – ein Start-up damals, das seine Ware noch im Keller lagerte. Schröder hat die Prozesse professionalisiert und die Logistik aufgebaut, er kennt die Abläufe und die Zahlen wie kaum ein anderer. Künftig wird er für die Finanzen zuständig sein. Er übernimmt den Bereich von Co-CEO Rubin Ritter, 37, der sich auf die Strategie fokussieren will.

Ritter, der Zalando seit 2010 gemeinsam mit den beiden Gründern führt, ist im letzten Jahr Vater geworden und hat zwei Monate Elternzeit genommen – als Chef eines MDax-Konzerns mit mehr als 15 000 Mitarbeitern. Ganz unmodern ist das Unternehmen also nicht.

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