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Online-Handel Luxusmode im Netz: Frankfurter geben viel aus, Bayern sind Gucci-Fans

Die Frankfurter geben in Deutschland am meisten für Premiummode aus und hängen die Modestädte Düsseldorf, München und Berlin ab.
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Das aufstrebende Modelabel Off-White ist in Hamburg besonders beliebt. Quelle: dpa
Fashion Week in Paris

Das aufstrebende Modelabel Off-White ist in Hamburg besonders beliebt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Luxusmarke Gucci schafft mit ihren schrillen Kollektionen einen Umsatzrekord nach dem anderen. Sie kommt vor allem bei den Frauen in Bayern bestens an. Da liegt Gucci laut einer Analyse der britischen Online-Modesuchmaschine Lyst ganz vorne. Auch in Baden-Württemberg ist die Luxusmarke der Liebling der Damenwelt. Bei den Herren gelingt Gucci nur im Bundesland Hessen der Sprung an die Spitze.

Das ist ein Ergebnis der Modesuchmaschine Lyst, die in den vergangenen zwölf Monaten rund 550.000 Online-Bestellungen und mehr als zehn Millionen Suchanfragen unter die Lupe genommen hat. „In Deutschland sind die Menschen sehr modebewusst und geben im Schnitt recht viel für den perfekten Look aus“, sagt Lyst-Sprecherin Katy Lubin.

Dabei ist die Verteilung der beliebtesten Modemarken in Deutschland im Online-Handel so vielfältig wie die Zahl der Bundesländer. Bei den Frauen ist in Berlin Balenciaga das begehrteste Label, in Hamburg hingegen die aufstrebende Marke Off-White. Der berühmteste noch lebende Modedesigner Giorgio Armani schafft es bei den Kundinnen nur im Saarland auf Platz eins der Hitliste. Und die Dortmunderinnen haben ein Herz für die nachhaltige Mode von Stella McCartney, der Tochter von Paul McCartney. Nur Chanel findet sich nicht unter den Marken – das Pariser Modehaus will auch künftig seine Modelle nicht online verkaufen.

Bei den Männern rückt in Düsseldorf sogar Vivienne Westwood auf Platz eins. Die Bremer mögen es weniger schrill und kaufen am liebsten Klamotten des Sportartikel-Riesen Adidas ein. In Hamburg vertrauen die Männer lieber auf die hochpreisige Freizeitkleidung von Ralph Lauren.

Insgesamt gehören Gucci, Off-White, Stone Island, Balenciaga und Adidas zu den gefragtesten Modemarken, so die Lyst-Analyse.

Auch ist die Bereitschaft, für Premiummode viel Geld auszugeben, in den großen deutschen Städten sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Zwar schafft es eine Stadt wie Frankfurt, wie zu erwarten, mit durchschnittlich 367 Euro pro Bestellung auf Platz eins. Andere große Modestädte jedoch liegen abgeschlagen auf den hinteren Plätzen: München auf Rang sechs mit 314 Euro, Düsseldorf auf Rang 10 mit 289 Euro und Berlin, die Stadt der Fashion Week, auf Platz 14 mit 273 Euro vor dem Schlusslicht Essen mit 229 Euro.

Die schlechtere Platzierung für viele traditionelle Modestädte liegt sicherlich auch daran, dass dort noch viele Kunden klassisch in stationären Boutiquen einkaufen. Dort reihen sich auf den berühmten Boulevards, der Maximilian Straße in München und der Königsallee in Düsseldorf, die Boutiquen aller Luxusmarken aneinander.

Es ist sicherlich wenig überraschend, dass Frauen durchschnittlich mehr Geld für Mode ausgeben, für ein paar neue Sneaker, ein Top oder ein Kleid. Aber nirgendwo ist der Unterschied so groß wie in der Ruhrgebietsstadt Dortmund: Frauen lassen da pro Bestellung im Schnitt 434 Euro springen, Männer dagegen nur 168 Euro. Doch diese Erkenntnis des Shoppingportals aus Dortmund lässt sich nicht verallgemeinern.

Denn es gibt sogar drei Städte, in denen Männer mehr in Mode investieren als die Frauen: In Köln (272 Euro), in Dresden (315 Euro) und in Frankfurt (297 Euro) lassen sich die Herren ihr Äußeres mehr kosten als die Damen.

Die Analyse der Suchplattform Lyst dürfte vor allem den französischen Luxuskonzern LVMH interessieren. Bernard Arnault will das Online-Geschäft des Unternehmens, zu dem unter anderem Modemarken wie Givenchy, Fendi oder Kenzo gehören, massiv ausbauen. Deshalb ist er seit 2017 an Lyst beteiligt und hat so den vertieften Einblick in das riesige Zahlenwerk. Zuletzt machte LVMH erst sieben Prozent seines Umsatzes mit E-Commerce.

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