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Online-Handel Notebooksbilliger.de wirft seinen Chef raus

Oliver Ahrens muss nach nur eineinhalb Jahren im Streit um die Strategie gehen. Zuvor war ein Zusammenschluss mit Medimax gescheitert.
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Nur wenige Monate nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit Medimax geht Vorstandschef Oliver Ahrens – offenbar im Streit.
Oliver Ahrens

Nur wenige Monate nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit Medimax geht Vorstandschef Oliver Ahrens – offenbar im Streit.

HamburgUnruhige Zeiten beim Online-Händler für Elektroprodukte Notebooksbilliger.de: Nur wenige Monate nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit Medimax geht Vorstandschef Oliver Ahrens – offenbar im Streit. In einer Meldung teilt Haupteigner und Vorstandsmitglied Arnd von Wedemeyer mit, Finanzchef Oliver Hellmold übernehme den Posten ab sofort. Beide Vorstände teilen die Arbeit des geschassten Ahrens unter sich auf. Gründer von Wedemeyer war erst 2018 ins operative Geschäft zurückgekehrt.

Die sonst üblichen Dankesworte oder eine Würdigung der Leistungen Ahrens in seinen eineinhalb Jahren als Vorstandschef gibt es nicht. Nicht nur das deutet auf Streit hin: Die Trennung erfolge aufgrund „unterschiedlicher strategischer Vorstellungen“, sagte Marketing-Chef Zoltan Maklary dem Handelsblatt.

Das missglückte Zusammengehen mit Medimax sei allerdings nicht der Grund. Im Herbst 2018 hatten beide Unternehmen angekündigt, eine gemeinsame Holding schaffen zu wollen. Sie hatten das Projekt aber nach nur acht Wochen wieder abgeblasen. Zu unterschiedlich seien die Firmenkulturen, beide Seiten würden ihre Identität verlieren, hieß es damals als Begründung.

Offenbar wäre es unter anderem schwer möglich gewesen, im Internet und in der Filiale dieselben Preise anzubieten. Notebooksbilliger.de, einer der führenden Online-Händler für Elektronikartikel mit einigen kleineren Filialen vor Ort, fürchtete zudem, seine schnelle Online-Kultur zu verlieren.

Der neue Firmenchef Hellmold ist bereits seit über sieben Jahren im Unternehmen tätig. Mit Ahrens' Rauswurf sei folglich kein Strategieschwenk verbunden, sagte Maklary. Notebooksbilliger.de beabsichtige weiterhin, jährlich drei bis vier Filialen unter eigenem Namen zu eröffnen und so stationär zu wachsen.

Ende November hatten Notebooksbilliger.de und Medimax zudem angekündigt, andere Formen der Zusammenarbeit, etwa einen gemeinsamen Einkauf, zu prüfen. Ein Ergebnis der Gespräche gibt es laut einer Medimax-Sprecherin noch nicht.

Nach Zahlen den Forschungs- und Bildungsinstituten EHI und Statista kam Notebooksbilliger.de bereits 2017 allein mit seinem Online-Handel auf gut 750 Millionen Euro Umsatz und lag damit im Netz knapp vor dem Konkurrenten Mediamarkt.

Gründer von Wedemeyer war 1989 als Softwareentwickler gestartet und trat 2001 als einer der deutschen E-Commerce-Pioniere mit Notebooksbilliger.de auf. Rasch erweiterte er das Sortiment über tragbare Computer hinaus. 2012 stieg die Medimax-Mutter Electronic Partner als Minderheitsgesellschafter ein. Heute hat der Händler nach eigenen Angaben 900 Mitarbeiter.

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