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Online-Handel Verdi berichtet über Corona-Fälle bei Amazon und fordert Eingreifen

Die Gewerkschaft berichtet von Coronafällen in Versandzentren wie Bayreuth und bei Hannover. Amazon weist dagegen auf die ergriffenen Maßnahmen hin.
16.12.2020 - 18:26 Uhr Kommentieren
Verdi beklagt, dass die Schließung von Geschäften den Druck auf Beschäftigte bei Amazon erhöht habe. Quelle: Imago
Amazon

Verdi beklagt, dass die Schließung von Geschäften den Druck auf Beschäftigte bei Amazon erhöht habe.

(Foto: Imago)

Düsseldorf Beim US-Onlineriesen Amazon kommt es der Gewerkschaft Verdi zufolge in Sortier- und Versandzentren zu Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Allein in dieser Woche seien Dutzende von Infektionen in Garbsen bei Hannover, in Bayreuth und in Borgstedt in Schleswig-Holstein bekannt geworden, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

Verdi forderte deshalb ein Eingreifen der Behörden. Amazon erklärte, für den Konzern habe „die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen oberste Priorität“. Allein in Deutschland habe Amazon unter anderem „mehr als 470 Millionen Einheiten Händedesinfektionsmittel, 21 Millionen Paar Handschuhe, 19 Millionen Masken, Gesichtsschutz oder anderen Mund-Nasen-Schutz“ bestellt. Die Gesundheitsämter besuchten dem Konzern zufolge Amazon-Gebäude mehrfach und „bestätigen uns, dass wir (..) ein sicheres Arbeitsumfeld geschaffen haben.“

Verdi beklagte dagegen, dass die Schließung von Geschäften abseits des Lebensmittelhandels den Druck auf Beschäftigte bei Amazon und anderen Online-Händlern erhöht habe. „Der Lockdown verschlechtert dort die Arbeitsbedingungen, weil das erhöhte Aufkommen an Bestellungen durch die Beschäftigten bewältigt werden muss – und das inmitten der ohnehin auftragsstarken Weihnachts- und Neujahrszeit“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Amazon weise auf die zur Verhinderung von Infektionen ergriffene Maßnahmen hin, „doch die hohe Zahl von insgesamt mehreren hundert an Covid-19 erkrankten Kolleginnen und Kollegen spricht eine andere Sprache“. Der Gewerkschaft lägen „Fotos und Berichte von Beschäftigten vor, die zeigen, dass Hygiene, Abstandhalten und Sauberkeit vernachlässigt werden“. Amazon erklärte dagegen, der Konzern gehe „beim Corona-Schutz teilweise über die einzelnen Länderregelungen hinaus“.

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    Verdi liegt seit Jahren mit dem US-Onlineriesen im Streit. Die Gewerkschaft fordert für die Mitarbeiter in den deutschen Amazon-Versandzentren tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel gelten und unterstreicht diese Forderung immer wieder mit Protesten. Amazon lehnt einen solchen Tarifvertrag mit Verdi ab.

    Mehr: Rund 19.000 US-Mitarbeiter von Amazon seit März mit Corona infiziert.

    • rtr
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