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eBay-Jubiläum 2020

Die Online-Handelsplattform kann von der Coronakrise zum 25. Geburtstag des Unternehmens profitieren - ein Überblick.

(Foto: AP)

Online-Marktplatz Ebay wird 25 Jahre alt

25 Jahre nach Gründung sind die erfolgreichsten Jahre des Online-Marktplatzes vorbei. Doch auch heute stehen noch mehr als Milliarde Artikel zum Verkauf.
02.09.2020 - 14:15 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Wer den Werbespruch „1..2...3... meins!“ hört, denkt an die Onlineplattform Ebay. Sie war damals Vorreiter des E-Commerce. Heute gehört das 1995 gegründete Unternehmen jedoch zur alten Garde. Nach einem steilen Aufstieg drängten immer mehr Onlineplattformen und Shops ins Netz. So dümpelt der Online-Marktplatz zum 25. Unternehmensjubiläum im Schatten von AmazonAlibaba und Etsy – ein Überblick zum 25. Geburtstag des heutigen Underdogs.

Die Online-Handelsplatz Ebay wird 25 Jahre alt - ein Überblick

Wann ging Ebay erstmals online?

Ebay ging erstmals am 3. September 1995 online – damals allerdings noch unter dem Namen „AuctionWeb“. Mit dem heutigen Auftritt ist das damalige Angebot sowie die Plattform allerdings kaum vergleichbar. Damals handelte es sich bei Ebay mehr um einen Flohmarkt im Internet, auf dem Nutzer gebrauchte Gegenstände weiterverkaufen konnten.

Das Geschäftsmodell setzte erst später auf Auktionen, bei denen die Interessenten für den endgültigen Verkaufspreis Angebote abgaben. Heute, zum 25. Geburtstag, ähnelt Ebay mehr einer normalen Online-Handelsplattform und weniger einem Handelsplatz, der auf Auktionen setzt, wie zu den besten Zeiten des Konzerns.

Wer gründete Ebay?

Der US-Amerikaner Pierre Omidyar gründete die Online-Plattform am 3. September 1995 in San Jose in Kalifornien. Seitdem können Nutzer Waren über den Online-Marktplatz verkaufen, versteigern und handeln.

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    Was war der erste verkaufte Artikel auf Ebay?

    Den Beginn der Ebay-Geschichte setzt ein defekter Laser-Pointer. Dieser Laser-Pointer war der erste Artikel, der am 3. September 1995 – am Gründungstag des Konzerns – auf der Website AuctionWeb des damals 28-jährigen Ebay-Gründers Pierre Omidyar eingestellt wurde. Einige Tage später gab es den ersten Zuschlag für 14,83 Dollar. Der durchaus verdutzte Omidyar fragte den Bieter zur Sicherheit, ob ihm bewusst sei, dass er gerade ein defektes Gerät ersteigert habe. Aber alles passte: Der Käufer war ein Sammler kaputter Laser-Pointer – der erste Verkauf auf Ebay war perfekt.

    Wer war der erste feste Ebay-Mitarbeiter?

    Zunächst betrieb Omidyar das Geschäft der Online-Plattform quasi im Alleingang. Erst ein Jahr nach der Gründung im Jahr 1996 heuerte er Chris Agarpao als ersten Mitarbeiter bei Ebayan. Er arbeitet noch heute dort. Damals hieß die Plattform noch AuctionWeb. Erst ab 1997 mit der Umbenennung der Plattform in Ebay und dem Bewertungssystem für Käufer und Verkäufer gewann Ebay an Bedeutung, Bekanntheit und Unternehmensgröße. 

    Im März 1998 wurde Meg Whitman als Vorstandschefin verpflichtet, die den Aufstieg des Unternehmens stark prägen sollte. Im 2019 arbeiteten rund 13.300 Menschen weltweit für das Unternehmen.

    Seit wann ist Ebay an der Börse?

    Im September 1997 folgte der Börsengang Ebays an der Nasdaq, der Omidyar schlagartig zum Milliardär machte. Wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase üblich, reichten bescheidene Zahlen, um Anleger zu beeindrucken und vom Geschäftsmodell und vom Unternehmen zu überzeugen.

    Im Halbjahr vor dem Börsendebüt hatte Ebay gerade einmal 348.000 Dollar verdient, bei einem Umsatz von 14,9 Millionen Dollar. Einige inzwischen vergessene E-Commerce-Rivalen wie Onstar galten manchem Analysten damals als das bessere Geschäft. Inzwischen konzentriert sich Omidyar auf die Rolle als Mäzen und finanziert unter anderem die durch Edward Snowden und den NSA-Skandal bekannte Investigativ-Website „The Intercept“.

    Seit wann gibt es Ebay in Deutschland?

    In Deutschland legte Ebay nebenbei den Grundstein für den Reichtum der Samwer-Brüder, die später Rocket Internet gründeten. Ebay-Gründer Omidyar kaufte den beiden Deutschen im Jahr 1999 für mehr als 50 Millionen Dollar den rund ein halbes Jahr zuvor gegründeten Ebay-Klon Alando ab.

    Die Samwer-Brüder hatten Ebay in Kalifornien entdeckt und die Idee mit Alando schneller in Deutschland umgesetzt als das Original. Die Auktionen auf Ebay gewannen in Deutschland zunehmend an Beliebtheit. So ging das Unternehmen am 10.Oktober 2003 erstmals mit TV-Spots on Air. Seit 2009 gibt es auch Ebay Kleinanzeigen, wo Privatleute ihre überflüssig gewordenen Haushaltsartikel, Autos oder auch Wohnungen verkaufen oder tauschen.

    Oliver Samwer fungiert seit Juli 2014 als Vorstandschef bei Rocket Internet. Das Unternehmen hält Beteiligungen an unterschiedlichen Internet-Start-ups. Dazu gehören aktuell unter anderem Delivery Hero, Lendico oder Westwing. Samwer plant derzeit den Börsenausstieg des Konzerns und steht deswegen in der Kritik.

    Wie viele Mitglieder hat Ebay heute?

    Ebay erreichte im Jahr 1999 zehn Millionen registrierte Mitglieder weltweit. Dort sind dort noch rund 182 Millionen Käufer aktiv. Sie haben rund 1,5 Milliarden Angebote, die auf dem Online-Marktplatz gehandelt werden können. Aus heutiger Sicht ist es schwer zu glauben, aber es gab durchaus Zeiten, in denen Ebay von Investoren deutlich höher bewertet wurde als der weltgrößte Onlinehändler Amazon. Mittlerweile wirkt Ebay mit einem Börsenwert von knapp 40 Milliarden Dollar im Vergleich zu Amazon mit 1,6 Billionen wie ein Zwerg in der Branche. Amazon hat 2020 eigenen Angaben zufolge 150 Millionen Prime-Mitglieder.

    Wie stark ist Ebay heute noch?

    Konkurrenten wie Amazon und Alibaba haben die einstige vorzeige Internet-Auktionsfirma, die sich über die Jahre immer mehr zu einer normalen Online-Handelsplattform entwickelt hat, längst abgehängt. Zwar hat Ebay derzeit einen kleinen Höhenflug, weil der Online-Shopping-Boom in der Corona-Krise starke Geschäftszuwächse beschert. Insgesamt ist spätestens seit der Abspaltung der wachstumsstarken Ex-Bezahltochter Paypal vor fünf Jahren aber klar, dass Ebay nicht mehr in der Champions League der Internetkonzerne mitspielt. 

    Tatsächlich stehen die Zeichen weiter auf Verschlankung des Konzerns. Zuletzt verkaufte Ebay seine Kleinanzeigensparte, zu der unter anderem die deutsche Website mobile.de gehört, für 9,2 Milliarden Dollar an den norwegischen Online-Marktplatz Adevinta.

    Mit Material von dpa

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