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Online-Mode Zalando will auch bei Männern punkten

Zalando verzeichnet zum Jahresbeginn einen stagnierenden Gewinn. Der Umsatz dagegen wächst weiter kräftig. Vor allem Männer rücken nun stärker in den Fokus von Europas größtem Modehändler.
Update: 09.05.2017 - 10:36 Uhr Kommentieren
Schauspieler James Franco soll mehr Männer zu Zalando-Kunden machen. Quelle: Zalando
Zalando-Werbekampagne

Schauspieler James Franco soll mehr Männer zu Zalando-Kunden machen.

(Foto: Zalando)

BerlinDer Berliner Modehändler Zalando setzt stärker auf männliche Kundschaft. Drei Viertel der Kunden seien Frauen, sagte Co-Vorstandschef Rubin Ritter am Dienstag. Zugleich sagte er: „Wir sehen ein großes Potenzial, den Anteil der männlichen Kunden zu erhöhen.“ Ritter verwies auf entsprechende Werbekampagnen mit dem US-Schauspieler James Franco.

Die Bilanz des Online-Händlers für die ersten drei Monaten 2017 war wieder durch hohe Investitionen geprägt, durch die Zalando weitere Marktanteile gewinnen will. So können in weiteren deutschen Städten Kunden ihre Bestellungen am selben Tag erhalten. Auch die Tests mit Retouren-Abholungen wurden ausgeweitet.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im ersten Quartal mit 20,3 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie die Berliner mitteilten. Die Gewinnmarge blieb mit 2,1 Prozent unter der vor einem Jahr von 2,5 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte Zalando aber sein Ziel, hier auf einen Wert zwischen fünf und sechs Prozent zu kommen. „Unsere Top-Priorität ist profitables Wachstum“, sagte Ritter.

Der Umsatz kletterte von Januar bis März um 23,1 Prozent auf 980,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen eine Steigerung zwischen 20 und 25 Prozent an. „Zalando gewinnt Marktanteile“, sagte Analyst Christian Salis von Hauck & Aufhäuser. Bei Anlegern kamen die Zahlen nach anfänglichem Zögern gut an. Der Kurs legte um ein Prozent zu, nachdem er zu Handelsbeginn noch im Minus gelegen hatte.

Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
Platz 10: Zalando Lounge
1 von 10

Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

*Quelle: Statista, EHI Retail Institute

**umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

(Foto: Zalando Lounge Screenshot)
Platz 9: Walbusch
2 von 10

Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

Umsatz: 72,2 Millionen Euro

(Foto: Walbusch.de)
Platz 8: C&A Online
3 von 10

Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

Umsatz: 79,3 Millionen Euro

(Foto: canda.com)
Platz 7: s.Oliver
4 von 10

s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

Umsatz: 110,8 Millionen Euro

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 6: Brands-4-Friends
5 von 10

Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

Umsatz: 114,6 Millionen Euro

(Foto: brands4friends.de)
Platz 5: Esprit
6 von 10

Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

Umsatz: 162,5 Millionen Euro

(Foto: Reuters)
Platz 4: Heine
7 von 10

Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

Umsatz: 204 Millionen Euro

(Foto: heine.de)

„Zalando investiert weiter stark in seine Infrastruktur sowie in das Kunden- und Markenangebot“, erklärte Volker Bosse von der Baader Bank. Das belaste derzeit den Gewinn. Das Unternehmen will in diesem Jahr rund 200 Millionen Euro investieren – rund zehn Prozent mehr als 2016. Das Geld fließt beispielsweise in das Logistiknetzwerk. So soll bis Jahresende ein Verteilzentrum in Schweden eröffnet werden, mit dem die durchschnittliche Lieferzeit in der Region auf ein bis zwei Tage gedrückt werden soll.

Ende März zählte das Unternehmen mehr als 20 Millionen aktive Kunden. Diese hätten häufiger bestellt, was auch auf die zunehmende Nutzung von Smartphones und anderer mobiler Geräte zurückzuführen sei. Das 2008 gegründete Unternehmen verkauft online etwa 1500 Marken in 15 Ländern.

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  • rtr
  • dpa
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