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Online-Modehändler Zalando wächst im ersten Quartal um 47 Prozent – Ausblick angehoben

Das Unternehmen profitiert davon, dass immer mehr Menschen online Kleidung kaufen. Im Gesamtjahr soll der Umsatz nun zwischen 26 und 31 Prozent zulegen.
06.05.2021 Update: 06.05.2021 - 11:46 Uhr Kommentieren
Das weitere Wachstum des Unternehmens soll sich auch aus der Expansion in acht neue Länder speisen. Quelle: Reuters
Zalando-Paket

Das weitere Wachstum des Unternehmens soll sich auch aus der Expansion in acht neue Länder speisen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Vorläufige Zahlen hat Europas größtes Modeportal bereits im April präsentiert – bei der offiziellen Vorlage am Donnerstagmorgen übertrifft Zalando diese Angaben noch einmal. Dazu beigetragen habe auch ein außerordentlicher Anstieg bei der Zahl der Neukunden, teilte Zalando am frühen Donnerstagmorgen mit. Zum Quartalsende zählte das Unternehmen knapp 42 Millionen aktive Kunden. Dies sei das größte Wachstum seit 2013.

Bislang hatte das seit 2014 börsennotierte Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 24 bis 29 Prozent für das laufende Jahr gerechnet. Nun geht Finanzvorstand David Schröder von einem Wachstum von 26 bis 31 Prozent auf 10,1 bis 10,5 Milliarden Euro aus. An der langfristigen Prognose hat sich nichts geändert, danach geht das Unternehmen bis 2025 von einem Wachstum zwischen 22 und 25 Prozent aus.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 47 Prozent auf mehr als 2,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT lag bei 93,3 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge betrug 4,2 Prozent. Netto verdiente Zalando 34,5 Millionen Euro.

Im Vorjahresquartal war auch bei Zalando die Nachfrage zunächst eingebrochen. Im ersten Quartal 2020 gab es entsprechend einen Nettoverlust von 86,4 Millionen. Dann ging das Jahr für den Modehändler jedoch sehr erfolgreich weiter. Zalando profitiert nach eigenen Angaben dabei auch vom stark wachsenden Geschäft mit den Markenpartnern und einer niedrigen Retourenquote, vor allem bei Neukunden und in der Beautysparte.

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    Modehändler müssen ab dem zweiten Quartal Provision an Zalando zahlen

    Die im MDax gehandelte Zalando-Aktie, die im Frühjahr die 100-Euro-Marke übersprungen hat, gab am Donnerstagvormittag leicht nach und notierte bei rund 85 Euro. Zalando gehört zu den Anwärtern, die im September in den Dax aufsteigen könnten. Mehrheitlich empfehlen Analysten den Kauf der Aktie und geben im Schnitt ein Kursziel von 110 Euro an. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank sieht die Wachstumsziele als realistisch an, auch wenn die Stores wieder aufmachen. Er sieht das Kursziel bei 115 Euro.

    In der Pressekonferenz zu den an diesem Donnerstag vorgelegten Zahlen erklärte Finanzvorstand Schröder, dass die stationären Händler, die in der Pandemie bislang ohne Provisionszahlungen über das Mode-Portal ihre Waren verkaufen konnten, ab dem zweiten Quartal erstmals zahlen müssten, allerdings nicht gleich den vollen Betrag. Bislang hatte sich Zalando auf die Fahnen geschrieben, in der Pandemie Teil der Lösung zu sein.

    Zu den nun angestrebten Änderungen wollte Schröder aber noch keine genaueren Angaben machen. Inzwischen sind rund 4.000 Händler über das sogenannte Connected-Retail-Programm mit Zalando vernetzt.

    Aufgrund des starken Wachstums will das Unternehmen statt auf derzeit zehn künftig auf 15 Logistikzentren zurückgreifen und in weitere Länder expandieren, dazu zählen Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Slowakei und Slowenien. Bald werden neue Logistikzentren in Madrid und Rotterdam starten, bis 2023 sollen auch neue Läger hierzulande sowie in Frankreich und Polen entstehen.

    Die Zalando-Hauptversammlung findet am 19. Mai statt. Die Ergebnisse für das zweite Quartal werden am 5. August veröffentlicht.

    Mehr: Delivery Hero, Teamviewer und Zalando: Immer mehr Unternehmen brechen bei der Vergütung aus den Governance-Regeln aus. Das birgt Konfliktpotenzial.

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