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Online-Modehandel Wie Zalando mehr Mode verkaufen will

Der Online-Modehändler will seinen Umsatz pro Bestellung in die Höhe treiben: mit neuen Markenpartnern und Premiumkunden.
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Wie Zalando mehr Mode verkaufen will Quelle: dpa
Zalando-Pakete

Das Online-Modehaus will seinen Umsatz pro Bestellung in die Höhe treiben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Zalando hat ein Problem: Zwar steigt die Zahl der aktiven Kunden von Quartal zu Quartal auf mittlerweile gut 27 Millionen. Doch diese Kunden kaufen bei ihren Besuchen im digitalen Mode-, Schuh- und Beauty-Kaufhaus weniger ein. In den vergangenen zwölf Monaten sank der durchschnittliche Einkaufswert pro Kunde von 59,4 auf 57,1 Euro.

Zalando-Co-CEO Rubin Ritter will gegensteuern, damit der Wert des Einkaufskorbs wieder steigt. Denn wenn der Wert des Einkaufs sinkt, drückt das die Marge des Konzerns. Ritter setzt deshalb auf sein Programm Zalando Plus.

„Wir wollen mit unseren besten Kunden enger zusammenarbeiten“, sagte Ritter in einer Telefon-Konferenz zu den Zahlen für das erste Quartal 2019. „Wir bieten das nach einem Test jetzt in ganz Deutschland an und starten damit in den nächsten zwölf Monaten in der Schweiz, in Frankreich und in Italien“, kündigte er an.

Zalando-Plus-Kunden zahlen 15 Euro im Monat. Dafür erhalten sie eine schnellere Lieferung und können Retouren bei sich zu Hause abholen lassen. Wie viele Kunden das nutzen, verriet Ritter nicht, aber: „Die kaufen mehr bei uns ein als andere Kunden“, versicherte er.

Außerdem sind bei Zalando die Zeiten vorbei, in denen alle Kunden in ganz Europa auch kleinste Einkäufe kostenlos bestellen konnten. In Italien, Großbritannien und Irland stellt Zalando den Kunden die Kosten für die Lieferung in Rechnung, wenn sie für weniger als 20 Euro einkaufen.

Dabei soll es nicht bleiben. Bis Ende Mai will Zalando diese Regelung auch in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen einführen.

Darüber hinaus hofft Ritter auf einen Erfolg der noch jungen Beauty-Sparte. Seit gut einem Jahr verkauft Zalando alles rund um die Schönheitspflege. Inzwischen bietet der Konzern rund 10.000 Produkte von mehr als 250 Marken an.

Wie groß der Umsatz mit Beauty-Produkten ist, verrät Zalando zwar nicht. Aber bei drei von fünf Bestellungen von Lippenstift & Co. werde auch gleichzeitig Mode gekauft, sagte eine Zalando-Sprecherin.

Gleichzeitig versucht Ritter, „erste Anlaufstelle für Mode in Europa zu werden“. Das schafft Zalando aber nicht alleine mit Kleidung und Schuhen, die sie als Großhändler verkaufen, sondern mit immer mehr Markenpartnern.

Zurzeit arbeitet das Onlineportal bereits mit 250 Partnern mit mehr als 900 Marken wie Adidas Performance oder Adidas Originals zusammen. Neu im Programm sind Partner wie Calzedonia oder Intimissimi.

Diese Schritte sollen dazu beitragen, dass die Kunden künftig pro Einkauf mehr Geld ausgeben und damit die Kosten pro bestelltem Artikel senken. So will Ritter die bereinigte Ebit-Marge – also das Verhältnis des operativen Gewinns zum Umsatz – von Zalando von nur 0,5 Prozent im ersten Quartal steigern.

Aber Ritter machte in der Telefonkonferenz deutlich, dass „wir uns klar weiter auf Wachstum in den nächsten fünf Jahren fokussieren wollen“. Dabei spielen die Partnerunternehmen eine immer größere Rolle. Sie sollen dafür sorgen, dass das Bruttowarenvolumen GMV (Gross Merchandise Volume) in diesem Jahr um 20 bis 25 Prozent wächst.

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