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Online-Modehandel Zalando verbündet sich mit Modefirmen im Wettbewerb mit Amazon

Um Abstand zu seinem Verfolger Amazon zu gewinnen, setzt der Online-Modelhändler Zalando nun auf Partnerschaften mit Modefirmen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen Zalando zu einem finanziellen Vorsprung verhelfen.
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Zalando verbündet sich mit Modefirmen im Wettbewerb mit Amazon Quelle: Reuters
Online-Handel Zalando

Der Online-Modelhändler Zalando will sich von seinem Kontrahenten Amazon absetzen.

(Foto: Reuters)

Berlin
Zalando setzt im Abwehrkampf gegen Amazon verstärkt auf höhere Einnahmen durch eine engere Zusammenarbeit mit Modefirmen wie Adidas und Nike. „Zalando erhält für jede Bestellung im Rahmen des Partnerprogramms eine Provision. Das ist zusätzlicher Umsatz für uns, den wir sonst gar nicht gehabt hätten, weil das Geschäft nicht zustande gekommen wäre“, sagte Carsten Keller, der bei Zalando für das sogenannte Partnerprogramm verantwortlich ist, im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei können Modefirmen ihre Kleidung auf eigenen Markenseiten anbieten und einspringen, wenn bei Zalando selbst bestimmte Kleidungsstücke ausverkauft sind. Adidas und Co. übernehmen auch die Zustellung. Im Gegenzug bekommen die Partner Zugriff auf umfangreiche Kundendaten. „Sie haben die Zügel in der Hand. Sie haben die Kontrolle über das Sortiment, die Preise und wie ihre Marken präsentiert werden“, sagte der Manager, der 2016 von der Beratungsfirma McKinsey zum Berliner MDax-Konzern kam.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

(Foto: Reuters)
Platz 9: Prada Group
2 von 10

Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

(Foto: Reuters)
Platz 8: Next
3 von 10

Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

(Foto: Screenshot)
Platz 7: C&A
4 von 10

Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

(Foto: dapd)
Platz 6: Primark
5 von 10

Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

(Foto: dpa)
Platz 5: Kering
6 von 10

Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

(Foto: Reuters)
Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

(Foto: dpa)

Das Unternehmen hofft, dass die Kooperationen mit Modefirmen dabei helfen, das Langzeit-Ziel von einer operativen Marge von zehn Prozent zu erreichen. Davon ist man derzeit noch weit entfernt. Erst im November senkte Zalando nach einem enttäuschenden Start in die Herbstsaison sein Margenziel auf „leicht unter fünf Prozent“ für das laufende Jahr. Derzeit macht das Partnerprogramm weniger als zehn Prozent des GMV, also der Geldsumme, die auf der Handelsplattform umgesetzt wird, aus. „Das Partnerprogramm wächst mit hoher Geschwindigkeit. Wir haben es in den letzten zwölf Monaten verdoppelt“, sagte Keller. Bisher scheint das Geschäft für beide Seiten aufzugehen: Adidas sagte auf Anfrage, dass die Partnerschaft für gutes Wachstum sorgt.

Zalando - Europas größter Online-Modehändler mit mehr als 22 Millionen Kunden - geht es darum, Amazon dauerhaft auf Armlänge zu halten. Der US-Konzern drängt seit einiger Zeit massiv ins Modegeschäft. Analysten sind zuversichtlich, dass dies gelingen kann. „In Europa ist es nicht so, dass an Amazon kein Weg vorbeiführt. Es gibt eine starke Alternative und das ist der Modespezialist Zalando“, sagte Macquarie-Analyst Andreas Inderst.

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