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Zalando

Das Online-Modehaus steigert den Gewinn.

(Foto: dpa)

Online-Modehaus Zalando bekommt die Kosten in den Griff – die Bilanz in der Blitzanalyse

Update: 01.03.2018 - 09:14 Uhr Kommentieren

Zalando hat seine Zahlen für das Gesamtjahr 2017 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz stieg um 23,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Prognose.
  • Das bereinigte Ebit erreichte 215 Millionen Euro, was einer Marge von 4,8 Prozent entspricht. Im vierten Quartal konnte Zalando beim Umsatz um 22,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zulegen.
  • „Im Geschäftsjahr 2017 haben wir unseren Marktanteil in allen unseren Ländern ausgebaut“, sagte Rubin Ritter, Co-CEO von Zalando.
  • Weil das Margenziel verfehlt wurde, geht es an der Börse mehr als vier Prozent abwärts für die Zalando-Aktien.

Das Online-Modehaus hat die eigenen Erwartungen erfüllt und will den Wachstumskurs auch im kommenden Jahr fortsetzen:

Das fällt positiv auf

Weniger Marketing, mehr Kunden: Die Zahl der aktiven Kunden, also Kunden, die einkaufen, ist im vergangenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 23 Millionen gestiegen. Zalando hat den Anteil der Marketingkosten am Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent gesenkt.

Das zeigt, dass Zalando effizienter arbeitet, mit Marketingaktionen Kunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. Darin sind auch die Kosten für die zweite von Zalando veranstaltete Modemesse Bread & Butter in Berlin enthalten. Allerdings konnte der Rückgang der Marketingkosten im Verhältnis zum Umsatz nicht den Anstieg der Fulfillment-Kosten ausgleichen.

Das sind Deutschlands größte Online-Shops
Platz 15: docmorris.de
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Die Versandapotheke DocMorris hat ihren Sitz zwar in den Niederlanden, liefert aber vor allem nach Deutschland. Im Ranking belegt sie mit 317,1 Millionen Euro Umsatz Platz 15.

(Quelle: EHI Retail Institute/Statista)

(Foto: obs)
Platz 14: saturn.de
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Der Elektronikriese Saturn hat 2016 338,4 Millionen Euro mit seinem Internetversand umgesetzt. Im Vergleich zu 2015 konnte Saturn den Umsatz seines Webshops verdoppeln. Im EHI-Ranking reicht das immerhin für Platz 14.

(Foto: obs)
Platz 13: apple.com/de
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Apple gilt als wertvollstes Unternehmen der Welt. In Deutschland muss es sich gemessen am Umsatz des eigenen Onlineshops (344,5 Millionen Euro) aber mit Platz 13 begnügen.

(Foto: Reuters)
Platz 12: baur.de
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Der zur Otto Group gehörende Onlineshop baur.de setzte 2016 352 Millionen Euro um. Kerngeschäft sind Mode, Einrichtungsartikel und Lifestyle.

(Foto: obs)
Platz 11: hm.com/de
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Das schwedische Modeunternehmen H&M belegt mit seinem Webshop im Ranking Platz 11. Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit 372,9 Millionen Euro umgesetzt.

(Foto: AFP)
Platz 10: alternate.de
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Alternate vertreibt in seinem Onlineshop beispielsweise PC-Zubehör, Software und Fernseher. 2016 hat Alternate damit 432,3 Millionen Euro Umsatz gemacht.

(Foto: obs)
Platz 9: tchibo.de
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Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo verkauft seine Artikel auch im Internet erfolgreich. Mit 450 Millionen Euro Umsatz landet Tchibo auf dem neunten Platz. Der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil.

(Foto: dpa)

Das fällt negativ auf

Margenziel verfehlt: Ursprünglich hatte Zalando für 2017 eine Marge zwischen 5,0 und 6,0 Prozent angepeilt, letztlich aber nur 4,8 Prozent erreicht. Das Unternehmen begründet dies mit den anhaltend hohen Investitionen in den Ausbau der Logistik und ins Personal.

Abhängigkeit vom Heimatmarkt: Das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz steuert mit 2,1 Milliarden Euro immer noch einen Großteil zum Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro bei. Es ist noch nicht gelungen, diese Abhängigkeit des Geschäfts von den Ländern der DACH-Region deutlich zu verringern zugunsten des Geschäfts im „Übrigen Europa“. Doch die Region „Übriges Europa“ wächst mit 25,7 Prozent stärker als die DACH-Region.

Was jetzt passiert

Wachstum mit neuen Marken: Zalando will den Umsatz im laufenden Jahr um 20 bis 25 Prozent steigern. Außerdem erwartet der Konzern einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern Ebit von 220 bis 270 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von vier bis fünf Prozent. Der Konzern will das Wachstum mit neuen Marken wie Swarovski und Massimo Dutti von der spanischen Inditex-Kette erreichen.

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