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Online-Modehaus Zalando übertrifft die Erwartungen – Aktie über zehn Prozent im Plus

Analysten hatten mit roten Zahlen gerechnet. Nach vorläufigen Zahlen jedoch erzielt der Online-Händler zum Jahresstart ein positives Ergebnis.
Update: 16.04.2019 - 09:47 Uhr Kommentieren
Der Online-Händler erzielt nach vorläufigen Zahlen ein positives Ergebnis im ersten Quartal. Quelle: dpa
Zalando

Der Online-Händler erzielt nach vorläufigen Zahlen ein positives Ergebnis im ersten Quartal.

(Foto: dpa)

DüsseldorfZalando ist bemüht, seinen Aktionären wieder bessere Nachrichten zu liefern. Im ersten Quartal habe das Berliner Online-Modehaus ein positives operatives Ergebnis „im einstelligen Millionenbereich“ erzielt, teilte Zalando in der vergangenen Nacht mit.

Analysten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet. Im Schnitt waren sie von einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von minus zehn Millionen Euro ausgegangen.

Wir haben im ersten Quartal einen guten Job gemacht und sind daher zufrieden mit den Ergebnissen“, sagte Finanzchef David Schröder in einer Pressemitteilung. Die offiziellen Zahlen für das erste Quartal wird das Unternehmen am 2. Mai veröffentlichen. An der Börse kamen vorläufigen Zahlen gut an. Am Dienstagmorgen schossen die Papiere von Zalando über zehn Prozent ins Plus.

Bei den anderen Kennzahlen erwartet Zalando allerdings nur, im Rahmen der durchschnittlichen Erwartungen der Analysten zu liegen. Das gilt sowohl für das Umsatzwachstum, wo Analysten ein Plus von 15,2 Prozent erwarten, als auch für das sogenannte Bruttowarenvolumen GMW (Gross Merchandise Volumen), wo die Erwartungen des Marktes bei 23 Prozent liegen.

Das Online-Modehaus hatte im Februar bei der Bilanz-Pressekonferenz das GMV als neue Messgröße für sein Geschäft ausgegeben. Das GMV umfasst die Gesamtausgaben der Kunden auf der Zalando-Plattform. Dazu gehört nicht nur der Umsatz mit Zalando-Produkten, sondern auch der Partnerunternehmen. Das sind Marken wie Adidas, die Zalando als Verkaufsplattform nutzen.

Die neue Kennzahl soll das wachsende Geschäft mit Handelspartnern abbilden. Es trägt dazu bei, dass Zalando auch in den nächsten Jahren, wie bisher, um 20 bis 25 Prozent wachsen kann – allerdings nur beim GMV und nicht beim Umsatz.

Beim künftigen Wachstum des Modekonzerns soll auch das Beauty-Geschäft eine wichtige Rolle spielen. Zwar hat Zalando erst vor einem Jahr begonnen, alles zur Schönheitspflege zu verkaufen. Doch das Geschäft wächst. Inzwischen bietet der Konzern rund 10.000 Produkte von mehr als 250 Marken an.

In München eröffnet im Mai dazu ein Pop-up-Store, der mit Wellness- und Beauty-Veranstaltungen für die noch neue Sparte werben will. Außerdem soll eine neue TV-Werbekampagne mit dem Slogan „Entfalte deine Schönheit“ den Umsatz mit Parfums, Crèmes und Haarpflege antreiben. In Berlin hatte Zalando bereits im vergangenen Jahr mit der „Beauty Station“ seine erste stationäre Boutique für Pflege-Produkte eröffnet.

Zalando nennt zwar zu der neuen Sparte keine Umsatzzahlen. Doch das Modegeschäft scheint davon zu profitieren. Drei von fünf Kunden, die Beauty-Produkte suchen, kaufen nach Unternehmensangaben auch T-Shirts, Schuhe oder Jacken im Online-Modehaus.

Im vergangenen Jahr hatte Zalando beim Ergebnis enttäuscht. Das bereinigte Ebit sank um 19,4 Prozent auf 173 Millionen Euro. Der Umsatz erreichte mit einem Plus von 20 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro nur die untere Zielmarke des prognostizierten Wachstums.

Um seine Wachstumsziele zu erreichen, hatte der Konzern im Februar seinen Vorstand von drei auf fünf Personen erweitert. Außerdem soll ab der Hauptversammlung am 22. Mai die Schwedin Cristina Stenbeck den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen. Sie vertritt den Zalando-Hauptaktionär, den schwedischen Kinnevik-Konzern. Die Schweden halten rund 31 Prozent der Anteile.

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