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Onlinehandel Duisburg ist die neue „Pakethauptstadt“ Deutschlands

Mit 29,8 Paketen je Einwohner hat die Stadt im Ruhrgebiet nun Wuppertal überholt. In Metropolen wie Berlin oder Hamburg wird weniger bestellt.
23.06.2020 - 19:27 Uhr Kommentieren
Amazons Marktanteil am gesamten Paketgeschäft kletterte 2019 auf knapp 28 Prozent. Quelle: dpa
Paket von Amazon

Amazons Marktanteil am gesamten Paketgeschäft kletterte 2019 auf knapp 28 Prozent.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Ruhrgebietsstadt Duisburg löst Wuppertal als Deutschlands „Pakethauptstadt“ ab. Das ermittelte das Hamburger Marktforschungsinstitut MRU, das seit vielen Jahren regelmäßig die Entwicklungen im Kurier-, Express- und Post-Markt (KEP) nachzeichnet.

Laut der kürzlich abgeschlossenen Untersuchung entfielen im vergangenen Jahr auf jeden der 491.000 Einwohner Duisburgs 29,8 Pakete. Zuvor hatte Wuppertal mit 22,1 Paketen pro Kopf den Spitzenplatz belegt.

Jenseits der Metropolen ist das Paketgeschäft, gerechnet am Pro-Kopf-Aufkommen, zum Teil sogar noch höher. „Bemerkenswert in diesen Zusammenhang ist, dass in eher ländlich geprägten Kreisen deutlich mehr Bestellungen pro Kopf geordert wurden als in Städten“, beobachtete Marktforscher Horst Manner-Romberg.

Spitzenreiter sei 2019 mit 31,7 Paketen je Einwohner der Landkreis Südwestpfalz gewesen, gefolgt vom Landkreis Cochem-Zell an der Mosel, dessen 61.900 Einwohner im Schnitt 31,6 Pakete erhielten. „Mit rund 20 Paketen pro Kopf liegt die Quote in Millionenstädten wie Berlin oder Hamburg deutlich darunter“, stellte der KEP-Experte fest.

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    Amazon war wichtigster Kunde im deutschen Paketmarkt

    Während das Zustellgeschäft zwischen Unternehmen (B2B) – wie schon in den Jahren zuvor – bei 1,03 Milliarden Sendungen stagnierte, ging es bei den Haustür-Anlieferungen gewerblicher Versender um stattliche sieben Prozent nach oben – auf 1,9 Milliarden Pakete. Rechnet man die Sendungen von Privatpersonen untereinander hinzu, transportierten deutsche Paketdienste 2019 insgesamt 3,05 Milliarden Sendungen. Pro Werktag (einschließlich den Samstagen) entspricht dies einer Menge von zehn Millionen Paketen.

    Auffällig war dabei die starke Marktposition Amazons. Einschließlich der Retouren und der angeschlossenen Marktplatz-Händler kam das amerikanische Internetkaufhaus auf ein Volumen von 849 Millionen Paketen. „Damit war Amazon im vergangenen Jahr der mit Abstand wichtigste Kunde im deutschen Paketmarkt“, berichtet Manner-Romberg. Amazons Marktanteil am gesamten Paketgeschäft sei 2019 auf knapp 28 Prozent geklettert.

    Mit 95 Millionen Paketen waren Elektronikartikel bei Amazon am stärksten nachgefragt. Bücher, und zwar in gedruckter Form, folgten mit 91 Millionen Sendungen auf dem zweiten Platz – noch vor Haushaltswaren und Bekleidung.

    Sieger und Verlierer der Coronakrise

    Auch insgesamt hielten Elektronikartikel die Spitzenstellung mit 347 Millionen Paketen, dicht gefolgt von Bekleidung (345 Millionen Pakete). Demgegenüber lagen Lebensmittel mit etwas mehr als 64 Millionen Sendungen auf einem deutlich niedrigeren Niveau – ähnlich wie Drogerieartikel.

    Weniger optimistisch als es die Meldungen einzelner Paketdienste wie DHL oder DPD für die Monate März und April vermuten lassen, zeigt sich der Branchenverband BIEK bezüglich der weiteren Entwicklung in der Coronakrise. Zwar kletterten die Privatsendungen in den ersten Tagen des Lockdowns auf ein Niveau, das oft nur in den Tagen vor Weihnachten erreicht wird. Sorgen aber bereitet der Einbruch im B2B-Geschäft.

    So rechnet der Verband für 2020 maximal mit 1,5 Prozent mehr Paket-, Express- und Kurier-Sendungen als im Jahr zuvor. Im schlimmsten Fall könnte es seiner Prognose nach sogar ein Minus von einem Prozent geben.

    Hoffnungsträger bleibt allerdings weiterhin der E-Commerce. Die Zahl der privaten Bestellungen nach Hause, so erwartet der Bundesverband Paket & Express Logistik, dürfte in Deutschland auch 2020 um weitere 3,5 bis sieben Prozent steigen.

    Mehr: Deutsche Post will in der Coronakrise neue Mitarbeiter einstellen

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