Onlinehandel Ebay wächst rasant dank Bezahltochter PayPal

Zum US-Konzern Ebay gehören mehr als die bekannten Online-Auktionen. Der Bezahldienst PayPal hat sich zum wichtigen zweiten Standbein gemausert. Das sorgte für sprudelnde Gewinne zu Jahresbeginn.
Update: 19.04.2012 - 00:00 Uhr 38 Kommentare
Das Logo des Internet-Auktionshauses Ebay. Quelle: dapd

Das Logo des Internet-Auktionshauses Ebay.

(Foto: dapd)

San JoseFür den Internet-Handelsspezialisten Ebay entpuppt sich das elektronische Bezahlen immer mehr als Goldgrube. Mit der Tochter PayPal gehört Ebay zu den Vorreitern des boomenden Segments. Auch im ersten Quartal wuchs PayPal schneller als der angestammte Marktplatz.

Insgesamt konnte Ebay seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar steigern (2,5 Mrd Euro). Der Gewinn legte um 20 Prozent auf unterm Strich 570 Millionen Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab.

Mit den Zahlen übertraf der Amazon-Rivale die Erwartungen der Börsianer. Die Aktie stieg nachbörslich um 5 Prozent. Der Marktplatz-Umsatz wuchs um 11 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar, PayPal legte um 32 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Längst lässt sich über den Bezahldienst auch auf fremden Websites einkaufen und PayPal drängt mit Macht in den stationären Handel.

Ebay hatte sich überdies mit dem Zukauf des Handelsdienstleisters GSI noch breiter aufgestellt, der fremde Firmen etwa beim Betrieb von Online-Shops unterstützt. „Das erste Quartal war ein starker Start ins Jahr für uns“, erklärte Ebay-Chef John Donahoe und erhöhte die Jahresprognose. Der Umsatz soll von 11,7 Milliarden Dollar im Jahr 2011 auf bis zu 14,1 Milliarden Dollar klettern.

Auch beim Gewinn traut sich der Konzern nun mehr zu als bislang. Wachstumstreiber PayPal verzeichnet inzwischen annähernd 110 Millionen Accounts - quasi die Konten der Nutzer. Seit diesem Jahr können Kunden auch in ersten Läden vor Ort mit PayPal bezahlen, etwa in den fast 2000 Baumärkten der US-Kette Home Depot.

Als größter Rivale von Ebay gilt Amazon. Im Unterschied zu Ebay tritt Amazon aber auch selbst als Verkäufer auf. Amazon war in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls rasant gewachsen, doch die Gewinne schrumpften. Grund war, dass der weltgrößte Internethändler massiv in neue Versandzentren oder neue Produkte wie seinen Tablet-Computer Kindle Fire investiert hatte. Amazon legt seine Zwischenbilanz am Donnerstag nächster Woche (26. April) vor.

  • dpa
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38 Kommentare zu "Onlinehandel: Ebay wächst rasant dank Bezahltochter PayPal"

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  • eBay als Rufmörder

    Das geht inzw. recht flott und zwar im Verbund mit PayPal. Wer einen Artikel über eBay erwirbt, der mit PayPal bezahlt werden muß der PayPal-Account aber gesperrt ist läuft in die Rufmordfalle. Er kann dann nämlich nicht bezahlen und wird deswegen verwarnt, außerdem wird der Account beschränkt. Passiert das zwei Mal, viele ausländische Händler vorwiegend aus China tarnen ihre Identität beim Verkauf so geschickt, das erst bei einem Abschluß das Herkunftsland bekannt wird. Da besteht dann auch nur rudimentäre Kontaktmöglichkeit, wenn man kein chinesisch spricht und den Kauf dank eBays Verkaufsdiktat stornieren muß.

    Das hat dann mit Kundenfreundlichkeit, die bei eBay sowieso nur sporadisch gegeben war gar nichts mehr zu tun.

    Ich finde es schade das man in Deutschland keine Sammelklage durchführen kann, sonst könnte man sich eBay und PayPal inzw. kartellrechtlich wohl vorknöpfen.

    So aber regieren ein paar US-Großkonzerne das komplette legale Internet und es würde mich nicht wundern wenn das für den illegalen Bereich genauso gelten würde.

  • PayPal ist in etwa so seriös wie ein Geldverleiher im Bahnhofsviertel. Da kann man sich ebenfalls nicht sicher sein, betrogen zu werden.Mit PayPal wird Illegalität (Filesharing von Raubkopien,KiPo,Nazidevotionalien,etc...)legal gemacht. Kein Filesharer könnte dauerhaft ohne PayPal´s lockere Sicherheitsstandarts überleben.

    http://kettenhunde.over-blog.com/article-paypal-bei-ebay-betrug-ist-das-zwar-nicht-aber-102600118.html

  • In der Schweiz ist Ricardo die wichtigere Plattform und wird sie wohl auch erstmal bleiben. Ich war erstaunt, aber besser ist es . Dank der Diskussionen wird für uns Privatleute wohl auch Hood wieder spannender. Eben ein virtueller Flohmarkt.
    1.Amerikanische Unternehmen haben sich bisher seltenst durch Rücksicht auf Kunden und Mitarbeiter ausgezeichnet.
    2. Datenschutz dürfte bei Ebay, Amazon und PayPal eh nur nach aussen stattfinden. Stichwort: amerikansiche Server & Patriot Act.
    Ansonsten versuche ich eh den Fachhandel zu unterstützen. Recht häufig bekomme ich dort die Waren sofort und zu einem, zumindest, ähnlichen Preis - mit allen Vorteilen.
    Nachfragen und sprechen hilft ;-)

  • drschaeffera
    Und das ist der Punkt: Ohne VERKÄUFER kann es leider auch keine KÄUFER geben. Der PAYPAL-ZWANG und die Kosten werden eben nur dem VERKÄUFER angelastet; deshalb ist dieses System ja auch so "käuferfreundlich".

    Daß PayPal alles "verrechnet", ist ebenso fakt. Es wäre ein Einfaches, wie eBay korrekte Rechnungen zu stellen. Das will man aber offensichtlich nicht, um die Verwirrung am Laufen zu halten - damit auch ja keiner durchsieht.

    Wie ich schon schrieb, halte ich es für rechtlich äußerst bedenklich, im großen Stil mit virtuellen Geldern anderer Leute zu "handeln" - und keiner weiß, was damit geschieht. Dies wurde auch öffentlich schon oft thematisiert, es hatte nur keine Konsequenzen. WARUM? WER HAT DA VOR WEM UND WARUM ANGST??? Bzw. wem nutzt dies so viel, daß er rechtliche Schritte dagegen unterläßt?

    eBay stellt etwas zur Verfügung, das Provision für meine Begriffe rechtfertigt. Wo ist die Rechtfertigung für ZwangsPayPal?

    Würden unsere deutschen Gesetze es legitimieren, wenn ein Waffenhändler mit Sitz in USA in Deutschland ein Zweiggeschäft eröffnete und dort Waffen mit scharfer Munition an "Jedermann" verkauft, weil es ja in den USA evtl. erlaubt ist?
    Dies ist nur ein Beispiel, welches in der hier diskutierten "Grundangelegenheit" nachdenklich machen sollte.

    Man sollte immer versuchen, etwas "weiter" zu denken als nur "bis eben". Dies ist aber in der Generation "Geiz ist geil" vermutlich hoffnungslos.

    Manchen Kommentatoren (nicht dem o.G.!) würde etwas mehr Sprach- bzw. Schriftkenntnis auch gut zu Gesichte stehen - getreu des Spruches: "Kauf Dir mal 'ne Tüte Deutsch! Mir hat's auch gehilft!"

    Na dann - verschenken wir weiter fröhlich unser Geld an virtuelle Nichtstuer! Bis zum Crash!!!

  • Sie haben meinen Kommentar leider mißverstanden. Bitte lesen Sie ihn nochmal, dann werden Sie verstehen, was ich meinte.

  • ..und was soll die Aussage? ..solange man es bei ebay immer noch am günstigsten ersteigert, ist man doch immer noch Happy! ;) ..das alles und überall teurer wird ist wohl jeden hans und franz klar.. hier gehts es doch nur darum das günstigste schnäppchen für sich zu ergattern. ;) ..und das hat man mit ebay ganz klar! ..ergänzt mit paypol wegen bequemlickeit.

  • @EinMensch.

    immer schön locker durch die Hose atmen..., sie unverschämter Mensch

  • alle die die was gegen ebay oder PayPol haben sind Verkäufer die nicht Kalkulieren können.. einige Neider sind hier auch dabei... Das ist doch selbstverständlich das PayPol Gebühren verlangen muss um überlebensfähig zu sein.. die Gebühren fallen aber für die Gewerbetreibenden an, diese geben diese natürlich an die Kunden weiter. bei Ebay ist das auch nicht anders, die Einstellgebühren und der Versand wird an die Kunden weiter gegeben bzw. in die Preise einkalkuliert.. viele Privatverkäufer tun das nicht.. aber diese wollen auch nur deren KrimsKrams loswerden.. egal für wie viel.

    Verstehe die Aufregung nicht.. PayPol und Ebay verdienen Geld und die Neider schreien alle auf.. FAKT IST: das die Käufer immer noch Schnäppchen auf Ebay finden und kaufen.. natrlich nicht solche wie in den 90er.. aber da war Ebay auch noch nicht so Erfolgreich.. und PayPol ist das Praktischte Zahlungsystem was es gibt, der Verkäufer hat sofort sein Geld, und falls die Ware nicht zugeschickt wird, schreitet Ebay/PayPol ein und gibt das Geld zurück. ..Konsumentenschutz!! ..denn Online etwas zu kaufen bringt auch viele Nachteile mitsich was die Ware angeht, die ist entweder nicht so wie beschrieben oder Kaputt oder kommt erst garnicht.. im Geschäft in der Stadt kann man die Ware sich ja selbst anschauen und anfassen, aber dafür sehr teuer.

  • Der einzige der nichts verstanden hat und Blödsinn schreibt sind Sie. Natürlich zahlt der Kunde nichts direkt, aber der Händler muss die Gebühren einkalkulieren wenn er nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist und das zahlt dann der Kunde. Ein fataler Irrtum ist das der Verkäufer dann das Geld hat, er hat nichts ausser einer Zahl auf dem Bildschirm, denn PAYPAL hat das Geld. Es ist maximal virtuelles Geld mit dem Paypal machen kann was die wollen. Bitte besser informieren bevor man Anderen unterstellt Blödsinn zu schreiben.

  • Was ist denn jetzt da bitte der 'HAMMER'? Dass irgendwo Gebühren und was sonst noch alles für Kosten anfallen und irgendwer bezahlt, das ist ja wohl klar, da brauche ich mich ja nicht darüber aufregen, das ist überall so.

    Ich sagte ja nur, als Käufer bekomme ich davon nichts mit. Wenn ich als Käufer weiß, was ich zu zahlen habe, wenn ich etwas über Ebay (oder sonst wo im Internet) kaufe und das eben trotz all dieser Kosten günstiger ist als im Geschäft in der Stadt, dann ist es doch wohl geschickt, das über Ebay zu kaufen. Und offenbar lohnt es sich auch trotz aller Gebühren für die Verkäufer ebenfalls, sonst müssten und würden sie ja nicht anbieten. Es ist eben trotz aller Gebühren offenbar vielfach billiger (für beide Seiten), seine Produkte (evtl. zusätzlich) auf diese Weise anzubieten, als einen eigenen Laden anzumieten in einer Lage, deren Güte man vorher nicht genau beurteilen kann, dann in BGA zu investieren und eine oder mehrere Verkäuferinnen anzustellen etc. Also was spricht gegen dieses Geschäftsmodell (Ebay mit oder ohne Paypal), zu dem ja niemand gezwungen wird. So falsch kann es offensichtlich nicht sein, sonst wäre es nicht so erfolgreich.

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