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Ost-West-Netz Kombiverkehr wächst nach Südeuropa

Die Kombiverkehr, europäischer Marktführer im Transport von LKW-Ladungen und Containern per Zug, will künftig auch im wachsenden Güterverkehr mit Südosteuropa Transporte von der Straße auf die Schiene holen.
  • E. Krummheuer

FRANKFURT. Zusätzlich zum heutigen Nord-Süd-Netz mit Zugverbindungen in Westeuropa plant das Unternehmen den Aufbau eines Ost-West-Netzes von den Nordseehäfen in Belgien und den Niederlanden bis in die Türkei.

Das Kartellamt hat dem Frankfurter Unternehmen, das je zur Hälfte rund 230 Spediteuren aus dem In- und Ausland sowie der Deutsche-Bahn-Tochter Stinnes gehört, grünes Licht für seine Pläne gegeben. Kombiverkehr will über strategische Beteiligungen in Ungarn, Österreich und den Niederlanden in die nationalen Märkte einsteigen und gemeinsam mit den dortigen Bahnen das Netz der Kombizug-Verbindungen knüpfen.

Geschäftsführer Robert Breuhahn: „Der Güteraustausch zwischen Westeuropa und den Ländern im Südosten ist in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches gestiegen, und das Transportaufkommen kann man nicht mehr ausschließlich auf der Straße bewältigen. Da ist es für uns gut, wenn wir dort schon Strukturen haben.“

Auch Eckart Lehmann, Vorstandsvorsitzender der Ahaus-Alstätter Eisenbahn (AAE) im schweizerischen Zug, hält die Perspektiven in diesem Markt für „sehr, sehr gut“. In vielen Relationen seien zweistellige Zuwachsraten drin, meint der Chef der größten europäischen Vermietgesellschaft von Spezialwaggons für den Zugtransport von LKW-Aufbauten, Sattelaufliegern, kompletten Lastzügen und Containern. So werde die AAE nach zurückhaltenderen Investitionen in der Vergangenheit ihre Flotte in diesem Jahr mit 800 bis 1 000 neuen Waggons um fast ein Zehntel vergrößern.

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