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Outdoor-Marke Schlecht fürs Image – Patagonia distanziert sich von der Wall Street

Fleecewesten gehören zur Standard-Uniform für viele, die in der Finanzwelt arbeiten. Doch Patagonia will nun nicht mehr, dass die Unternehmen ihr eigenes Logo auf die Westen sticken.
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Patagonia ist bekannt dafür, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen. Quelle: dpa
Bekleidungshersteller Patagonia

Patagonia ist bekannt dafür, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen.

(Foto: dpa)

New YorkStoffhose, Anzughemd, Fleeceweste von Patagonia – das Outfit ist der Klassiker für Männer in der New Yorker Finanz- und Fintech-Welt. Daher sind Unternehmen längst dazu übergegangen, ihr eigenes Logo ebenfalls auf die Westen sticken zu lassen, als eine Art moderne Uniform. Doch damit soll nun Schluss sein.

Der Outdoor-Hersteller schränkt dieses Vertriebsprogramm deutlich ein, wie das Unternehmen aus dem kalifornischen Ventura mitteilte. Künftig dürfen nur jene Unternehmen an dem Programm teilnehmen, die als sogenannte „B Corporation“ zertifiziert sind oder der Initiative „1% for the Planet“ oder ähnlichen Organisationen angehören. Als „B Corporation“ verpflichten sich Unternehmen, nicht nur nach Gewinn zu streben, sondern auch bestimmte Standards für Gesellschaft und Umwelt einzuhalten. Unternehmen, die sich unter „1% for the Planet“ zusammengeschlossen haben, investieren ein Prozent des Umsatzes in den Umweltschutz.

Patagonia ist bekannt dafür, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und mischte sich auch immer wieder in politische Diskussionen ein. Zuletzt unterstütze das Unternehmen etwa den „Green New Deal“, eine Gesetzesinitative der demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez.

Dass die Westen auch an der Wall Street so beliebt geworden sind, passt offenbar nicht zur Marke. Patagonia wird gerade bei jungen Männern als „Patagucci“ verspottet oder als „Patabropia“ – in Anlehnung an die Bro-Kultur. Schließlich sind die Westen auch bei Firmen im Silicon Valley beliebt. Auf Instagram gibt es einen Kanal namens „Midtown Uniform“, der Fotos von Westenträger in New York zeigt.

Patagonia nimmt es mit Humor. Auf dem Twitter-Account postete der Outdoor-Hersteller ein Foto von einem verdutzen Westenträger, mit der Überschrift: „Die Wall Street versucht herauszufinden, wie man eine B Corporation und Teil von '1% for the Planet' wird.“

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