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Paketzustellung Amazon will unabhängige Lieferflotten in den USA aufbauen

Amazon will unabhängige Paketzusteller mit umfangreichen Maßnahmen unterstützen. Das Modell könnte etablierten Zustellern Konkurrenz machen.
Update: 28.06.2018 - 11:09 Uhr Kommentieren

Amazon-Insider – „Täglich werden Waren im Wert von mehreren zehntausend Euro vernichtet“

SeattleIm Kampf mit der stetig wachsenden Paketflut setzt Amazon verstärkt auf die Hilfe von unabhängigen Lieferflotten. Man werde Gründer unterstützen, eigene kleine Lieferdienste aufzubauen, kündigte der weltgrößte Onlinehändler am Mittwoch in Seattle an.

Amazon verspricht den neuen Lieferdiensten „aktive Starthilfe“ und einen operativen Gewinn von jährlich bis zu 300.000 US-Dollar. Mit der Zeit will Amazon so nach eigenen Angaben „hunderte“ kleine Lieferfirmen gewinnen.

Teil des Programms sei es, Amazon-Lieferwagen an Firmen zu „attraktiven Konditionen“ zu verpachten sowie Uniformen, Versicherungsoptionen sowie Unterricht in Firmengründung einzubringen. Mit einem solchen Angebot dürfte Amazon etablierten Paketzustellern wie UPS und Fedex mehr Konkurrenz machen.

Amazon geht es vor allem um die Logistik der letzten Meile, bei der es darum geht, die Pakete an die Haustür des Kunden zu bringen. Diese erwarten, dass die Bestellungen immer schneller und günstiger zu ihnen kommen. Die Zustellung stellt auch andere Konzerne wie die Supermarktkette Kroger und Walmart vor Herausforderungen. Sie testen ebenfalls verschiedene Liefermodelle.

Schätzungen von Analysten zufolge überstieg die Zahl der Lieferungen in den USA im vergangenen Jahr die Marke von einer Milliarde. Laut „Wall Street Journal“ entfallen von 10 Dollar, die Online-Konsumenten ausgeben, im Schnitt mehr als 4 Dollar auf Bestellungen bei Amazon.

Auch hierzulande hat Amazon bereits eigene Auftragszusteller am Start. Die geplante Ausweitung des Amazon-Lieferdienstes wird vor allem als Bedrohung für das Paketgeschäft der Post gesehen - deren wichtigster Großkunde Amazon ist. Da Amazon in der Regel Neuerungen im eigenen Land ausprobiert, bevor es diese dann über die Grenzen der USA hinausträgt, könnten die neuen Pläne in den USA die Post-Manager in Bonn womöglich hellhörig machen.

Die Post hatte erst kürzlich wegen Problemen in ihrem Brief- und Paketgeschäft eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr ausgegeben. Einer der Gründe hierfür liegt nach Handelsblatt-Informationen bei Amazon selbst. Denn der US-Riese ist Kunde und Rivale zugleich – der Post gingen durch Amazon-eigene Zustelldienste Millionen-Umsätze verloren, zudem setze Amazon durch das Umschwenken auf Zusteller wie Hermes den Bonner Logistikkonzern preislich unter Druck.

  • rtr
  • dpa
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