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Pamela Wade-Lehman Zalandos Beauty-Chefin: „Das Geschäft mit Kosmetika ist komplexer“

Die neue Leiterin des Beauty-Geschäfts von Zalando spricht über junge Kunden, die Internationalisierung und Konkurrenten wie Douglas und Sephora.
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Die Chefin der Beauty-Sparte Zalandos kommt ursprünglich aus Südafrika. Quelle: Zalando
Pamela Wade-Lehman

Die Chefin der Beauty-Sparte Zalandos kommt ursprünglich aus Südafrika.

(Foto: Zalando)

Düsseldorf Pamela Wade-Lehman hat erst im vergangenen November den Chefposten der Beauty-Sparte von Zalando übernommen. Die gebürtige Südafrikanerin erhielt damit die Aufgabe, die noch kleine Sparte genauso erfolgreich zu machen wie das Modegeschäft. Die 34-Jährige arbeitete nach ihrem MBA an der Harvard Business School erst bei McKinsey und dann bei einem Handelsunternehmen in Südafrika.

Frau Wade-Lehman, Sie haben vor wenigen Monaten die Verantwortung für die Beauty-Sparte von Zalando übernommen. Wie wollen Sie gegen Schwergewichte wie Douglas bestehen?
Zalando kann seine Kunden von Kopf bis Fuß einkleiden und bietet noch Schönheitspflege dazu an. Das können die Parfümerie- und Drogerieketten nicht.

Aber Sie müssen sich erst mal einen Namen machen im Markt für Schönheitsprodukte.
Ja, das ist momentan die größte Herausforderung für uns. Wir haben deshalb im Frühjahr in einer großen Kampagne auf allen Kanälen von Fernsehen bis zu den sozialen Medien für unser neues Beauty-Geschäft geworben. Außerdem haben wir für ein paar Wochen Pop-up-Stores in München, Wien und Mailand eröffnet, in denen die Kundinnen an Beauty-Panels und Workshops teilnehmen konnten.

Das funktioniert vielleicht in einem Pop-up-Store. Aber wie wollen Sie Ihre Kundinnen denn im Onlinegeschäft beraten?
Die sozialen Medien spielen da für uns eine große Rolle. Wir zeigen zum Beispiel Videos auf Instagram. Dort erklären wir den Kunden, wie sie sich pflegen und schminken können.

Wie wollen Sie sich damit gegenüber großen Konkurrenten wie etwa Sephora behaupten?
Wir müssen im zweiten Halbjahr vor allem die Internationalisierung vorantreiben, die Kategorie bei unseren Kunden noch bekannter machen und gleichzeitig noch mehr Marken und Produkte einführen. Immerhin haben wir die Zahl der Marken im ersten Jahr bereits von 120 auf mehr als 250 gesteigert.

Kommen Sie nicht etwas spät auf die Idee, ins Onlinegeschäft mit Beauty einzusteigen?
Nein, noch ist der Anteil des Onlinegeschäfts im Beauty-Markt im Vergleich zum Modemarkt klein. Er ist bisher nur etwa ein Drittel so groß wie der mit Kleidung und Schuhen. Wir haben deshalb die Chance, im Onlinegeschäft mit Schönheitsprodukten zu den Großen im Markt aufzusteigen. Außerdem erreichen wir mit unserem Konzept jüngere Kunden als mancher Filialist, vor allem die sogenannten Millennials.

Was ist denn der größte Unterschied zum Modegeschäft?
Die Logistik ist bei Schönheitsprodukten viel komplexer. Das sehen Sie schon daran, dass es bei Kosmetika ein Mindesthaltbarkeitsdatum gibt. Außerdem sind die Marken sensibler als die in der Modebranche, wenn es um Exklusivität und die Einführung neuer Produkte geht.

Wie profitieren Sie von der großen Modeplattform Zalando?
Drei von fünf Kunden, die Beauty-Produkte bestellen, kaufen auch Kleidung oder Schuhe bei uns. Außerdem bietet Zalando Zugang zu über 27 Millionen aktiven Kunden.

Welche Produkte verkaufen sich denn am besten in Deutschland?
Hautpflege- und Make-up-Produkte. Wir hoffen, künftig auch mehr Düfte zu verkaufen. Im nächsten halben Jahr werden wir unser Angebot an Parfüms deutlich vergrößern.

Besteht nicht die Gefahr, dass Sie die Beauty-Sparte bei Nichterfolg wieder einstellen wie die Modemesse Bread & Butter?
Nein, das neue Geschäftsfeld ist fester Teil unserer Strategie, mit Zalando zur größten Anlaufstelle für Mode in Europa zu werden.

Frau Wade-Lehman, ielen Dank für das Interview.

Mehr: Sinkende Einkäufe der Kunden machen Zalando zu schaffen. Mehr Markenpartner, schnellere Lieferung und Personalisierung sollen den Trend umkehren.

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