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Pannenflughafen BER Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Baugefährdung

Am Dach des Hauptstadtflughafens sollen viel zu schwere Ventilatoren eingebaut worden sein. Dabei wurden offenkundig Statik-Vorschriften nicht beachtet. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, wer dafür verantwortlich ist.
Schon wieder müssen die Bauarbeiten am Hauptstadtflughafen BER unterbrochen werden. Quelle: dpa
Ewige Baustelle

Schon wieder müssen die Bauarbeiten am Hauptstadtflughafen BER unterbrochen werden.

(Foto: dpa)

Cottbus/Schönefeld Der Einbau zu schwerer Ventilatoren am Dach des künftigen Hauptstadtflughafens hat die Staatsanwaltschaft Cottbus auf den Plan gerufen. „Es besteht der Anfangsverdacht einer fahrlässigen Baugefährdung“, sagte die Oberstaatsanwältin Petra Hertwig am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb seien Vorermittlungen eingeleitet worden. Hertwig bestätigte damit einen Bericht der „Berliner Morgenpost“ (Mittwoch).

Die Anklagebehörde wolle von Amts wegen Medienberichten nachgehen, denen zufolge Rauchgas-Ventilatoren unterhalb der Decken auf Technikbühnen installiert wurden, die angeblich doppelt so schwer sind wie ursprünglich geplant. Man werde sich dazu bei der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald die erforderlichen Unterlagen besorgen, sagte Hertwig.

Die Bauaufsicht hatte wegen möglicher Statikprobleme das gesamte Hauptgebäude gesperrt, das nach jüngster Planung im zweiten Halbjahr 2017 als Herzstück des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) in Betrieb gehen soll. Ein Statikbüro hatte das Problem bei einer Überprüfung entdeckt. Daraufhin riegelte die Flughafengesellschaft am Freitag von sich aus drei Teilbereiche im Fluggastgebäude ab. Diese befinden sich unter den verdächtigen Ventilatoren, die angeblich mehr als vier Tonnen statt genehmigter zwei Tonnen wiegen.

Die guten und die ganz schlechten Flughäfen
Platz 29: Flughafen Mannheim
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Eine Dornier 328 steht vor dem Tower und der Abflughalle des Mannheimer Flughafens (Archivbild). Der Airport weist laut der Studie teils erhebliche Mängel auf. Demnach fehlen an den Start- und Landebahnen dringend notwendige Auslaufzonen. Note: 3,6.

Die Betreibergesellschaft des Mannheimer City Airports kritisierte, dass der Check nur die reinen Ausstattungsmerkmale berücksichtige, nicht aber die Verkehrsmenge, die individuellen Maßnahmen zur Risikoabwehr oder das besondere Training der Crews. Die in Mannheim nicht vorhandenen Freiflächen würden durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen kompensiert, die es an anderen Flugplätzen so nicht gebe.

(Foto: dpa)
Platz 28: Flughafen Heringsdorf
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Der Regionalflughafen in Heringsdorf auf der deutschen Insel Usedom ist einer der ältesten Flughäfen Deutschlands. Er wurdet 1925 eröffnet. Er ist als Verkehrsflughafen klassifiziert und liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Garz und Zirchow. Zum Flugangebot zählen innerdeutsche Linienflüge, Charterflüge zu ausländischen Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende sowie Rundflüge. Note: 2,9.

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Platz 28: Flughafen Memmingen
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Der 2004 als Verkehrsflughafen zugelassene Platz in Memmingen, auch Flughafen Allgäu, ist der kleinste seiner Art in Bayern, und der am höchsten gelegene Airport in Deutschland. Note: 2,9.

(Foto: Imago)
Platz 26: Flughafen Lübeck
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Was für Mannheim gilt, gilt auch für den Flughafen Lübeck. Die von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) geforderte Auslaufzone am Ende der Landebahn sorgt dafür, dass ein Flugzeug im Fall eines Hinausrollens über die Piste abgebremst wird. In Lübeck mangelt es daran. „Trotzdem ist das Gesamtbild auch an diesen Flughäfen noch befriedigend“, sagte Studienautor und Flugkapitän Wolfgang Starke. Note: 2,9.

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Platz 25: Flughafen Saarbrücken
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Der Airport Saarbrücken-Ensheim (Archivbild) ist defizitär und wäre 2014 fast geschlossen worden. Doch dann fiel die Entscheidung gegen den Flughafen im nur 30 Kilometer entfernten Zweibrücken aus – gut für Saarbrücken. Note: 2,5.

(Foto: dpa)
Platz 25: Flughafen Weeze
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Für die mangelhafte Auslaufzone auf dem Flughafen Weeze vergibt die Vereinigung Cockpit die Schulnote 4,0. Alle anderen Kriterien werden besser bewertet. Deswegen reicht es für die Note: 2,5.

(Foto: dpa)
Platz 25: Flughafen Westerland
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Der Flughafen Westerland auf Sylt liegt zwei Kilometer östlich des Zentrums des Hauptortes im Ortsteil Tinnum. Air Berlin fliegt Sylt ganzjährig ab Düsseldorf bis zu dreimal täglich an. Kritik der Tester: die Landebahnen und die Parkmöglichkeiten für die Flieger. Note: 2,5.

(Foto: Imago)

Seit der Gebäudesperrung wird diskutiert, ob der Termin für die Flughafeneröffnung erneut gefährdet ist. An diesem Freitag trifft sich turnusgemäß der Flughafen-Aufsichtsrat. Der Aufsichtsratschef, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), sagte am Dienstag, er erwarte, dass die Geschäftsführung am Freitag sage, wie es jetzt weitergeht. „Mit Sicherheit will der Aufsichtsrat einen Sachstand haben. Ob dieser schon den abschließenden Statikbericht beinhaltet, ist die Frage.“

Die Flughafengesellschaft teilte mit, sie erarbeite wie angekündigt „derzeit die vom Bauordnungsamt geforderten Unterlagen zur Standsicherheit des Terminals“. Zur Dauer dieses Verfahrens wollte sich ein Sprecher nicht äußern.

  • dpa
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