Pannenflughafen BER und Imtech Ein Manöver mit schwerem Flurschaden

Interne Unterlagen im Schmiergeldskandal rund um den Hauptstadtflughafen BER werfen Fragen zur Rolle des Ex-Technikchefs Horst Amann auf. Es um Millionenzahlungen an den mittlerweile insolventen Baukonzern Imtech.
Der ehemalige Technikchef, der eigens an den BER geholt wurde, um das Chaos zu beseitigen, spielte selbst eine fragwürdige Rolle. Quelle: dpa
Horst Amann

Der ehemalige Technikchef, der eigens an den BER geholt wurde, um das Chaos zu beseitigen, spielte selbst eine fragwürdige Rolle.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Warnung kam eigentlich rechtzeitig. Am 6. Dezember 2012 gab die Justiziarin des Berliner Hauptstadtflughafens BER ihre Einschätzung zu neuen Vorauszahlungen an den niederländischen Baukonzern Imtech ab. Ihr Urteil war vernichtend. Imtech habe 33 Millionen Euro in Rechnung gestellt. Die eigenen Rechnungsprüfer hingegen sahen nur 18 Millionen Euro als gerechtfertigt – bei äußerst gutmeinender Betrachtung. Imtech verlange also 15 Millionen Euro zu viel. Um 9.31 Uhr schickte die BER-Anwältin ihre Warn-Mail ab.

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