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Parfümeriekette Douglas schließt rund 70 Filialen – Online-Geschäft wächst rasant

Vor allem in Südeuropa reduziert die Parfümeriekette ihr Ladennetz. Im E-Commerce von Douglas schießen die Umsätze dagegen in die Höhe.
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Douglas schließt 70 Filialen – Online-Geschäft wächst rasant Quelle: imago images / Waldmüller
Douglas-Filiale in Hamburg

Die Kette setzt weiter auf eine Verschränkung von Läden und Online-Shops.

(Foto: imago images / Waldmüller)

Düsseldorf Douglas-Chefin Tina Müller setzt beim Filialnetz der Parfümerie-Kette den Rotstift an. Douglas wolle bis Ende 2020 rund 70 der insgesamt rund 2400 Filialen schließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Großteil dieser Läden befinde sich in Südeuropa, sagte Müller der Nachrichtenagentur Reuters. In der Bundesrepublik stünden rund zehn von 440 Geschäfte vor dem Aus.

Die Kette setzt dabei weiter auf eine Verschränkung von Filialen und Online-Shops. „Wir stehen zu unseren Filialen“, betonte Müller. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 mit dem wichtigen Ostergeschäft wuchs Douglas vor allem im Online-Handel. Im Gesamtjahr will die Managerin hier erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz einfahren.

Die von den Schließungsplänen betroffenen Filialen böten keine Entwicklungsperspektiven, teilte Douglas mit. Die Innenstadtlagen, in denen sie sich befinden, würden von immer weniger Passanten aufgesucht. Betroffene Mitarbeiter können wohl aber auch in andere Filialen wechseln. „Ich bin guter Dinge, dass wir für die betroffenen Mitarbeiter Möglichkeiten bei Douglas finden werden“, sagte Müller.

Douglas steigerte im dritten Quartal den Umsatz um 5,7 Prozent auf 762 Millionen Euro, im E-Commerce schossen die Erlöse dabei um 44,3 Prozent in die Höhe. Müller hatte hier gezielt investiert, neues Personal wurde eingestellt, die IT-Abteilungen erweitert und das Sortiment in den Online-Shops deutlich ausgebaut. Ein offener Online-Marktplatz soll nun bald in Deutschland an den Start gehen. Er könnte auch Mode anbieten. Erste Partner stünden bereits fest.

Die konjunkturelle Eintrübung in Deutschland hat den Verbrauchern im Geschäft rund um die Kosmetik zudem nicht die Kauflaune verdorben. „Wir sehen keine Eintrübung des Konsumklimas in Deutschland“, sagte Müller: „Kosmetik ist weitestgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.“ Der Umsatz im vierten Quartal entwickele sich weiter gut.

Douglas arbeitet dabei auch wieder profitabel, sagte Müller. „Wir haben unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert“, betonte sie. „In den ersten neun Monaten haben wir einen Jahresüberschuss von 59,9 Millionen Euro erzielt.“

Sie hatte Douglas nach ihrem Antritt Ende 2017 einen frischen Anstrich und ein neues Logo verpasst, um die Marke zu stärken. Den Online-Handel baut sie aus, die Filialen sollen verstärkt auf Service und Beratung setzen. Hauptanteilseigner der Kette ist der Finanzinvestor CVC. Müller wollte sich nicht zu der Frage äußern, wann Douglas wieder an die Börse zurückkehre. Dies sei Sache der Eigner.

Mehr: Douglas-Chefin Tina Müller spricht im Mindshift-Podcast über Netzwerke und warum sie gerne Scheidungsanwältin geworden wäre.

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