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Parfümeriekette Für Douglas wird das Online-Geschäft immer wichtiger

E-Commerce erweist sich für die Parfümeriekette als Anker in der Krise. Konzernchefin Müller will das Filialkonzept nun grundlegend überarbeiten.
13.08.2020 - 14:36 Uhr Kommentieren
Die Parfümeriekette will Geschäfte schließen – deutsche Filialen sollen dabei allerdings vergleichsweise wenig betroffen sein. Quelle: dpa
Douglas-Filiale in Bayern

Die Parfümeriekette will Geschäfte schließen – deutsche Filialen sollen dabei allerdings vergleichsweise wenig betroffen sein.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Für Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas wird das Online-Geschäft immer wichtiger. „In Deutschland liegt der E-Commerce-Anteil am Umsatz inzwischen bei 40 Prozent. Der Zeitpunkt ist absehbar, an dem wir in Deutschland mehr E-Commerce-Unternehmen sein werden als stationärer Händler“, sagte Konzernchefin Tina Müller am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Fortschritte im Online-Handel halfen dem Konzern in den vergangenen Monaten auch, die Auswirkungen der Coronakrise in Grenzen zu halten. Der Konzern-Umsatz lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 mit 2,5 Milliarden Euro „nur“ um 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn brach unter dem Strich allerdings um über 90 Prozent auf nur noch rund 4 Millionen Euro ein.

Dass der Umsatzeinbruch nicht höher ausfiel, lag nicht zuletzt am Online-Geschäft. Die Verkäufe via Internet lagen im dritten Quartal um mehr als 70 Prozent über dem Vorjahresniveau und machten einen Teil der Einbußen durch die coronabedingten Filialschließungen wett.

„Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten stark und dauerhaft verändert. Auch vor Corona ging der Trend zum Online-Handel - die Pandemie hat dies noch einmal beschleunigt“, betonte die für das Digitalgeschäft zuständige Douglas-Managerin Vanessa Stützle. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete Douglas europaweit bereits gut ein Viertel aller Umsätze online.

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    Doch auch im Filialgeschäft sieht der Konzern mittlerweile Licht am Ende des Tunnels. Die Umsätze in den 2400 Filialen haben inzwischen wieder rund 90 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht, wie Müller berichtet.

    Dennoch will der Konzern sein Filialkonzept angesichts des Online-Booms grundlegend überarbeiten. „Die Rolle der Filialen wird sich ändern - von einer reinen Abverkaufsstation zu einem Ort für den Erlebniseinkauf“, sagte Müller.

    Die Douglas-Chefin ließ wenig Zweifel daran, dass die Neustrukturierung auch Filialschließungen beinhalten wird. Allerdings werde dies nicht alle Länder im gleichen Maße treffen. „Deutschland wird tendenziell weniger von Ladenschließungen betroffen sein als Südeuropa“, sagte sie.

    Mehr: Das ist die Digital-Expertin an der Douglas-Spitze

    • dpa
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