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Peek & Cloppenburg Modehändler P&C stellt große Häuser auf den Prüfstand

Die Düsseldorfer Textilkette verliert Umsatz in ihren größten Filialen. Nun denkt P&C über Verkleinerungen und Untervermietungen nach.
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Modehändler P&C stellt große Häuser auf den Prüfstand Quelle: Bloomberg
Peek & Cloppenburg in Frankfurt

Der Frequenzverlust in den großen Häusern führt dazu, dass in Deutschland der Umsatz seit zwei Jahren bei rund 1,5 Milliarden Euro stagniert.

(Foto: Bloomberg)

DüsseldorfImmer weniger Kunden kommen in die Städte, um dort einzukaufen. Das spürt auch Peek & Cloppenburg (P&C) in Düsseldorf. „Insbesondere in den großen Häusern sind die Umsatzentwicklungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, räumte das Management in einer Pressemitteilung ein. Es sehe deshalb die „Notwendigkeit, seine Verkaufshäuser zu bewerten und gegebenenfalls an die Anforderungen der Kunden anzupassen“.

Unter anpassen versteht das Familienunternehmen „Verkleinerungen“, „Untervermietungen“ und sogenannte „Popup-Flächen“. Es geht um große Filialen wie die elf Weltstadthäuser, wie sie P&C nennt. Neun davon stehen in deutschen Städten wie Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin sowie zwei in Wien.

Der Frequenzverlust in den großen Häusern führt dazu, dass in Deutschland der Umsatz seit zwei Jahren bei rund 1,5 Milliarden Euro stagniert. John Cloppenburg, in der Geschäftsführung für den Einkauf und die Premiummarken zuständig und das Gesicht des verschwiegenen Unternehmens, hatte Anfang des Jahres angekündigt: „Ich rechne fest damit, dass wir uns 2018 wieder steigern werden“. Doch nach der Stagnation im vergangenen Jahr erwartet P&C nun für dieses Jahr „ähnliche Zahlen wie 2017“.

Der Frequenzverlust in den Innenstädten trifft viele deutsche Modehändler. Das liegt auch daran, dass immer mehr Kunden ihre Jacken, Röcke oder Hosen online bei Zalando und anderen Online-Plattformen einkaufen. P&C will digital nachlegen und führt in den Onlinestores ab nächstem Jahr den Service „Click & Reserve“ ein. Ein online bestelltes Teil können Kunden dann in der Filiale zurücklegen lassen.

P&C in Düsseldorf, das unabhängig ist vom gleichnamigen Unternehmen in Hamburg, hatte im vergangenen Jahr mehr Erfolg im Ausland als im wichtigsten Markt Deutschland. So steigerte die Tochtergesellschaft in Wien, die das Geschäft in Österreich und Osteuropa steuert, ihren Umsatz um mehr als 13 Prozent auf 735 Millionen Euro. Das erklärt das Management vor allem mit dem „sehr gut laufenden Geschäft in Osteuropa“.

Trotz der Probleme in den großen Häusern in Deutschland betont das Management, dass es am stationären Handel festhalte. So wurden in den letzten zwei Jahren rund 20 Prozent der Flächen modernisiert und neue Häuser eröffnet. Auch für die kommenden zwei Jahre seien Neueröffnungen in Deutschland sowie in Ost- und Südeuropa geplant.

In Deutschland versucht P&C unterdessen, den Durchschnittsumsatz pro Kunden zu steigern. Dazu sollen neue Marken und Popupflächen beitragen, auf denen wechselnde Produkte nur für kurze Zeit verkauft werden. Mit dem Überraschungseffekt versuchen auch andere große Häuser wie Breuninger, die Kunden anzulocken.

P&C hat den Vorteil gegenüber vielen Modefirmen, dass ihm der Großteil der Immobilien seiner Häuser gehört. So kommt der Konzern auf eine solide Eigenkapitalquote von über 40 Prozent. Und der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda lag trotz Stagnation in Deutschland noch bei 86 Millionen Euro. Das entspricht einer Ebitda-Marge von 5,8 Prozent.

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