Pernod Ricard Maues China-Geschäft sorgt für Katerstimmung

Eine Anti-Korruptionskampagne der Regierung kostet den Spirituosenhersteller Pernod Ricard womöglich zehn Prozent des Umsatzes in China. Finanzchef Gilles Bogaert blickt pessimistisch in die Zukunft.
Die Anti-Korruptionskampagne der chinesischen Regierung sorgt für sinkenden Absatz bei Pernod Ricard. Quelle: dpa
Beliebtes Geschenk an Staatsdiener

Die Anti-Korruptionskampagne der chinesischen Regierung sorgt für sinkenden Absatz bei Pernod Ricard.

(Foto: dpa)

ParisDer Druck auf die Spirituosen-Geschäfte in China hält dem französischen Weltmarktzweiten Pernod Ricard zufolge an. Im Geschäftsjahr 2015/16 bis Ende Juni dürften der Umsatz des Konzerns in der Volksrepublik auf vergleichbarer Basis um bis zu zehn Prozent sinken, sagte Finanzchef Gilles Bogaert am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Es sei schwer vorherzusagen, wann die Nachfrage wieder deutlich anziehen werde. „Es herrscht Unsicherheit über den Zeitpunkt und den Umfang der Erholung“, sagte Bogaert. Neben der Konjunkturabkühlung macht der Branche in China die Anti-Korruptionskampagne der Regierung zu schaffen, die auch hochprozentige Geschenke an Staatsdiener in Visier genommen hat.

Pernod Ricard ist damit deutlich pessimistischer als der kleinere französische Rivale Remy Cointreau, der zuletzt von einer deutlichen Verbesserung der Geschäfte in China gesprochen hatte. Auch deswegen steigerte Remy seinen Umsatz im vorigen Quartal um zehn Prozent auf rund 252 Millionen Euro.

Diese Firmen füllen Deutschland ab
Platz 15: Hardenberg-Wilthen
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Mit Korn hat alles angefangen. Die Geschichte von Hardenberg-Wilthen geht bis ins Jahr 1700 zurück. Damals hieß das Unternehmen „Kornbrennerei Hardenberg“. In der heutigen Form wurde der Spirituosenkonzern im Jahre 1998 gegründet. Neben dem Korn verkauft Hardenberg-Wilthen unter anderem auch den Likor „Original Danziger Goldwasser“ und den Weinbrand „Wilthener“.

Umsatz (2014): 87,4 Millionen Euro

Platz 14: Brown-Forman Deutschland
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1996 ist Brown-Forman in den deutschen Markt eingestiegen. Zum Produktsortiment zählen die Whiskeys „Jack Daniel's“ und „Southern Comfort“, die Vodka-Marke „Finlandia“ und die Tequila-Marke „El Jimador“. In Deutschland beschäftigt der Konzern 100 Mitarbeiter. Weltweit arbeiten 4100 Menschen für Brown-Forman.

Umsatz (2014): 107,4 Millionen Euro

Platz 13: Beam Deutschland
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Zu den Klassikern von Beam Deutschland gehört der Bourbon „Jim Beam“ in all seinen Variationen. Das Portfolio des Unternehmens Beam Suntory beinhaltet unter anderem auch die Whiskeys „Maker's Mark“ und „Canadian Club“. Im vergangenen Jahr belief sich de Deutschland-Umsatz auf über 118 Millionen Euro.

Umsatz (2014): 118,7 Millionen Euro

Platz 12: Berentzen
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Der Apfelkorn von Berentzen ist das wohl bekannteste Produkt des Unternehmens. Trotz des bekannten Produkts steckte Berentzen 2008 in einer tiefen Krise. Nachdem sich die Eigentümerfamilie zurückgezogen haben, entstand im Geschäftsjahr 2008 ein Verlust von rund 22,5 Millionen Euro. Mittlerweile ist Berentzen aus dem Gröbsten wieder raus.

Umsatz (2014): 153,4 Millionen Euro

Platz 11: Diversa
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Über 160 Millionen Euro setzt der Spirituosenkonzern Diversa in Deutschland um. Der Cognac Remy Martin gehört zu den Premiumprodukten des Unternehmens. Auf der Homepage von Diversa wird er für seine verführerische Note reifer Sommerfrüchte gelobt.

Umsatz (2014): 163,5 Millionen Euro

Platz 10: Rola
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Im oberschlesischen Beuthen gegründet und nach den Zweiten Weltkrieg in Rottenburg an der Laaber neu aufgebaut, produziert Rola jährlich 50 Millionen Flaschen für Discounter in Deutschland. Größter Abnehmer der Spirituosen ist Aldi.

Umsatz (2014): 173,6 Millionen Euro

Platz 9: Semper idem Underberg
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Semper idem Underberg generiert mit gerade einmal 164 Mitarbeitern einen Umsatz von über 180 Millionen Euro. Bekanntgeworden ist das Unternehmen mit seinem gleichnamigen Magenbitter „Underberg“. Im Lauf der Zeit wurden neue Spirituosen hergestellt und zahlreiche Konkurrenten aufgekauft. 1972 erwarb Underberg das Unternehmen Gürtler sowie die Sektkellerei Schlumberger. Hinter den Produkten „Metaxa“, „Moskovskaya“ und „Pitu“ verbirgt sich ebenfalls Underberg.

Umsatz (2014): 181,1 Millionen Euro

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