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Peter Aschmoneit Millionenschwere Finanzierung für Marktforschungs-Start-up Quantilope

Peter Aschmoneits Unternehmen kann dank einer kräftigen Finanzspritze die Expansion angehen – auch am US-Markt. Ziel des Gründers ist ein Börsengang.
23.07.2020 - 17:35 Uhr Kommentieren
Der Gründer will mit seinem Marktforschungs-Start-up an die Börse. Zuerst einmal gibt es die nächste Finanzierungsrunde. Quelle: Quantilope
Peter Aschmoneit

Der Gründer will mit seinem Marktforschungs-Start-up an die Börse. Zuerst einmal gibt es die nächste Finanzierungsrunde.

(Foto: Quantilope)

Hamburg Marktforschung ist die Voraussetzung für den Erfolg von Markenprodukten – und zugleich ist Marktforschung selbst ein Geschäft. Peter Aschmoneit gehört zu denjenigen, die das verstanden haben. Der Mitgründer des Hamburger Marktforschungs-Start-ups Quantilope erhält nun in einer neuen Finanzierungsrunde gut 24 Millionen Euro für die weitere Expansion. „Das ist ein großer Schritt für die Hamburger Start-up-Szene und eine der größten Runden in der Marktforschung überhaupt“, sagte der 46-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Ziel von Quantilope ist, quantitative Marktforschung zu automatisieren – also die Ermittlung von Kundenwünschen, Zahlungsbereitschaften und Markenimage durch Umfragen. Das sechs Jahre alte Unternehmen verspricht Marketing-Leuten, dass sie komplexe Umfragen schnell mit der Software erstellen, an Befragten-Panels geben und auswerten können.

Damit soll Marktforschung statt mehrerer Wochen nur wenige Tage dauern. Unternehmen können so etwa testen, welche Verpackung am besten ankommt, wie potenzielle Käufer die Rücklichter eines Autos wünschen oder was der optimale Preis für ein Produkt ist.

„Wir investieren in Technologie, um ein Betriebssystem für die Marktforschung zu schaffen“, sagt Aschmoneit. 2018 zeichnete der Fachkongress „Planung & Analyse“ Quantilope als „Newcomer des Jahres“ aus. Wertvoll sei, dass das junge Unternehmen Wert auf statistische Methoden setze, lobte die Jury. Der Gründer kennt sich in dem Bereich gut aus. Nach der Marketing-Promotion in St. Gallen fing Aschmoneit erst bei Unilever an und verantwortete später das Marketing von Danone in mehreren nordeuropäischen Ländern. Anschließend wechselte er als Marketingchef zum Gewürzhersteller Fuchs.

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    Mit Quantilope, das er zusammen mit zwei Partnern gründete, hegt Aschmoneit große Pläne. Sein Ziel ist ein Börsengang – ob in Deutschland oder den USA, ist noch offen. In knapp vier Jahren könnte das Unternehmen so weit sein, schätzt der Gründer. Eine weitere Finanzierungsrunde sei dafür in knapp zwei Jahren nötig. Hauptinvestor der aktuellen Runde ist der B2B-Digitalinvestor Digital+ Partners. Die Münchener verfügen aktuell über 350 Millionen Euro Fondsvolumen.

    Ambitionen in New York

    „Vor allem die Kombination aus einem exzellenten Managementteam mit starker fachlicher Kompetenz und einer ausgereiften Technologieplattform hat uns überzeugt“, teilte Thomas Jetter, Partner bei Digital+, mit. Eine Kreditfinanzierung sichert zudem die Silicon Valley Bank, die sich zunehmend in Deutschland engagiert. Auch Bestandsinvestoren wie Dawn Capital aus London legen nach.

    Mit dem frischen Geld will Aschmoneit die Zahl der Mitarbeiter auf knapp 250 verdoppeln. Bislang arbeiten die meisten in Hamburg. Hinzu kommen zehn Entwickler in der litauischen Hauptstadt Vilnius mit ihrer lebendigen IT-Szene.

    Mit den bisherigen, gut zehn Millionen Euro umfassenden Investorengeldern hat Aschmoneit bereits ein Büro in New York eröffnet, das ebenfalls kräftig wachsen soll. „Wir wollen in den USA richtig durchstarten. Schließlich macht das Land die Hälfte des Weltmarkts für Marktforschung aus“, sagt Aschmoneit.

    Die relativ große Finanzierungsrunde ist auch eine positive Nachricht für den Start-up-Standort Hamburg, der in diesem Punkt zuletzt deutlich gegenüber Berlin und München zurückgefallen ist. 2019 sind laut EY noch 254 Millionen Euro in die Hansestadt geflossen – nur ein Fünfzehntel der Berliner Summe.

    Mehr: „Hamburg ist Meister der Selbsttäuschung“ – Gründerszene rechnet mit Start-up-Metropole ab.

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