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Plastik-Abgabe Aldi verlangt künftig Geld für Gemüsetüten

Viele Kunden weichen auf die kostenlosen Plastikbeutel an der Obst- und Gemüsetheke aus. Doch beim Discounter Aldi soll dafür nun eine Gebühr fällig werden.
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Aldi will Kunden animieren, auf Plastiktüten beim Gemüse zu verzichten. Quelle: dpa
Weniger Plastik

Aldi will Kunden animieren, auf Plastiktüten beim Gemüse zu verzichten.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWährend die Zahl der verkauften Plastiktüten an Supermarktkassen spürbar gesunken ist, seit eine Gebühr für die Tüten fällig wird, sind die dünnen Kunststoffbeutel an den Abteilungen für Obst und Gemüse in den meisten Supermärkten noch kostenlos. Der Discounter Aldi will das nun ändern.

Am Dienstag wollen Aldi Nord und Aldi Süd verkünden, das künftig eine Gebühr von einem Cent pro Tüte fällig wird, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Ein symbolischer Preis, der das Bewusstsein der Konsumenten schärfen soll. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2018 nach Angaben des Bundesumweltministeriums drei Milliarden dünne Plastiktüten verwendet – 37 Beutel pro Kunde.

Die Zahl stieg zuletzt, weil viele Kunden auf die kostenlosen Beutel ausweichen, seit für Plastiktüten an der Kasse eine Gebühr fällig wird. Alleine Aldi verlangt für normale Plastiktüten eine Gebühr von 20 Cent. Seitdem sei die Nachfrage spürbar gesunken.

Die Verbrauchermarktkette Real hatte zuletzt angekündigt, die Plastikbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung bis Ende 2020 ganz abzuschaffen und durch Papierbeutel zu ersetzen.

Aldi will die Gemüsebeutel dagegen künftig aus Bioplastik fertigen lassen, bei dem Zuckerrohrreste statt Erdöl verarbeitet werden. Auch bei anderen Produkten soll Plastikmüll reduziert werden: Plastikgeschirr und -Strohhalme wurden aus dem Sortiment gestrichen, Gurken sind schon seit März nicht mehr in Plastik verschweißt. Insgesamt wolle man den Anteil von Plastik bei der Verpackung von Eigenprodukten bis 2025 um 30 Prozent senken, teilte der Discounter mit.

Im EU-Ausland ist der Kampf gegen Plastik im Supermarkt längst Gesetz: In Italien wird für jeden Plastikbeutel an der Gemüsetheke eine Gebühr von drei Cent fällig.

Mehr: Immer mehr überwiegend kleine Geschäfte werben mit dem Verzicht auf Plastikverpackungen. Doch auch etablierte Konzerne wittern zusätzlichen Gewinn. Wie Plastik-Vermeidung zum Geschäftsmodell wird

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