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Poco-Mutterkonzern Möbelriese Steinhoff muss um Zukauf in Großbritannien zittern

Erhöht Steinhoff das Angebot für den Konkurrenten Poundland? Ein aktivistischer Investor will einen höheren Kaufpreis von dem Möbelriesen erzwingen – und droht dabei, viel Geld zu verlieren.
01.09.2016 - 19:52 Uhr
Sowohl Steinhoff als auch das Poundland-Management unterstützen die Übernahme – doch ein Investor schlägt quer. Quelle: Reuters
Poundland-Store in London

Sowohl Steinhoff als auch das Poundland-Management unterstützen die Übernahme – doch ein Investor schlägt quer.

(Foto: Reuters)

Johannesburg, London Der deutsch-südafrikanische Möbelriese Steinhoff gerät mit seinen Übernahmeplänen in Großbritannien unter Zugzwang. Der aktivistische Investor Elliott aus den USA hat seine Beteiligung an der britischen Billigkette Poundland auf 24,9 Prozent aufgestockt. Die milliardenschwere Beteiligungsfirma von Paul E. Singer will damit ein höheres Angebot von Steinhoff erzwingen. Denn der Betreiber von „Poco“-, „Kika“- und „Conforama“-Möbelmärkten hat die Übernahme von Poundland unter die Bedingung gestellt, dass er auf mindestens 75 Prozent der Anteile kommt. Allerdings pokert Elliott hoch: Wenn der Verkauf von Poundland scheitert, droht die Aktie wieder abzustürzen.

Steinhoff war bereits vor drei Wochen auf Elliott zugegangen und hatte seine Offerte für Poundland um fünf Pence auf 227 Pence je Aktie aufgestockt – insgesamt 610 Millionen Pfund (724 Millionen Euro). Das sei das „letzte Angebot“, erklärte das Unternehmen aus Johannesburg mit Wurzeln in Deutschland damals. Am Donnerstag gab die Poundland-Aktie um 0,3 Prozent auf 224 Pence nach.

Das Management von Poundland hatte sich hinter die Übernahme gestellt. Das Unternehmen setzt in 900 Filialen in Großbritannien, Irland und Spanien mehr als eine Milliarde Pfund um, kämpft aber mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen. Poundland verkauft in seinen britischen Läden alle Artikel für ein Pfund.

Steinhoff war zuletzt zwei Mal mit Übernahmeversuchen in Großbritannien gescheitert. Inzwischen ist der Möbelkonzern aber in den USA auf Einkaufstour. Steinhoff, seit Dezember an der Frankfurter Börse gelistet, will den größten Matratzenhändler dort, Mattress Firm, für umgerechnet 3,4 Milliarden Euro schlucken.

  • rtr
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